Archers Campfire
Bogenschießen => Bögen => Traditionellere Bögen (Jagdrecurve/Hybridbogen/Langbogen mit Fiberglas) => Thema gestartet von: Josef am November 19, 2024, 03:51:52 Nachmittag
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Hallo zusammen,
ich würde gerne wieder einmal auf eure geballte Bogenkompetenz und Erfahrung zurückgreifen.
Kurz zu mir:
Ich schieße nun seit ca. 4 Jahren. Und dachte bisher das meine Schießtechnik relativ passabel ist.
Begonnen mit einem Jackalope Zircon 68 Zoll - dann umgestiegen auf einen Penthalon Creed (60 Zoll, 35 Pfund) - und zu guter letzt habe ich mir ein Tbow Mittelteil (Satori Hoyt Nachbau) mit Oakridge Carbon Bamboo Wurfarmen (62 Zoll - 35 Pfund) zugelegt.
Ich hatte bisher erst eine Erfahrung mit einem Leerschuss, damals auf meinem Zircon aufgrund einer kaputten Nocke.
Ich habe das letzte Jahr sehr ausgiebig meinen Tbow Bogen geschossen und bin nun aus diversen Gründen zu dem Entschluss gekommen, dass ich lieber auf meinen sehr traditionellen einteiligen Creed zurückgreifen möchte.
Bei meinem ersten Parcourbesuch vor einer Woche dann der Schrecken - ein lauter Knall und der Pfeil liegt vor mir auf dem Boden. Ich hatte einen Leerschuss... Ich habe daraufhin alles erdenkliche überprüft - die Sehne, den Nockpunkt, die Nocken, die Pfeile - einfach alles mir erdenklich mögliche und habe keine Fehlerquelle entdeckt. Also Pfeil erstmal aussortieren und nach Überprüfung des Bogens weiter schießen.
Gegen Ende des Parcours dann wieder - ein lauter Knall. Pfeil liegt vor mir. Erneuter Leerschuss...
Einzige mir erkennbare Parallele zum ersten Leerschuss - wieder ein Pfeil mit einer meiner roten Nocken (ich hatte zwei Sets Pfeile mit unterschiedlichen Nockenfarben dabei).
Mein Logischer Schluss - aus irgendeinem Grund scheinen die Nocken nicht zu passen. Auch wenn Sie meines Erachtens sehr gut (das bedeutet nicht zu leicht und nicht zu fest) auf der Sehne sitzen.
Also habe ich Zuhause bei all meinen Pfeilen die Nocken ausgetauscht.
Gestern war ich erneut auf dem Parcour - dieses mal mit Begleitung.
Am dritten Ziel passiert es wieder - Knall leerschuss...
Ich war wirklich kurz vorm verzweifeln und Aufgeben. Ich bin auch wirklich erstaunt wie gutmütig der Bogen diese Strapazen über sich ergehen lässt.
Dann erneute Fehleranalyse gemeinsam mit meiner Begleitung.
Einzige logische Fehlerquelle und Ursache - wie so oft die Person hinter dem Bogen. Also Ich...
Meine Vermutung ist nun, dass sich mein Auszugsverhalten / das Lösen des Pfeils geändert hat und dies bei meinem Tbow aufgrund eines anderen Sehnenwinkels oder ähnlichem kein Problem dargestellt hat.
Ich vermute das ich den Pfeil beim lösen irgendwie vorher von der Sehne schiebe - dies aber nicht bemerke. Ich habe einen Auszug von knapp 29 Zoll - der Bogen ist laut Internetseite bis 32 Zoll Auszug gut ziehbar. Meine Handschuhe sind zwar relativ dick (Bearpaw) das war aber bisher nie ein Thema.
Ich habe daraufhin ein paar Schüsse ohne Handschuhe gemacht und keinerlei Leerschüsse gehabt - aber auch nicht gespürt das ich zu nah am Pfeil wäre.
Im weiteren Verlauf also wieder Handschuhe an - sehr darauf geachtet meine Finger sehr weit auseinander zu nehmen um im Vollauszug nicht zu nah am Pfeil zu sein. Das fühlte sich jedoch sehr unnatürlich an und war ungewohnt und natürlich auch am Trefferbild zu erkennen...
Dann kam ein schwieriges Tier - ich war voll konzentriert und habe nicht extra auf meine Fingerhaltung geachtet und PENG Leerschuss.
Damit war für mich ganz klar - der Fehler liegt an mir.
Ich weiss nun auf was ich achten muss, mich wundert jedoch sehr das ich 4 Jahre lang keinerlei Probleme hatte - bei keinem Kurs, bei keinem Training und auch sonst in keiner Weise jemals die Rückmeldung bekommen habe das ich zu nah am Pfeil bin oder ähnliches....
Auch ist mir neu, dass es so schnell zu einem Leerschuss kommt - mir hat bisher noch nie jemand von etwas vergleichbarem berichtet.
Meine Frage ist nun, kennt jemand dieses Phänomen?
Und ich möchte das hier berichten um vielleicht andere die ähnliches Erleben das viele tüfteln zu ersparen.
Achja ich habe es vergessen zu erwähnen: Ich schieße Mediteran, auf dem Tbow und dem Zircon mit Pfeilauflage und auf dem Creed (da wo die Leerschüsse passiert sind) vom Shelf.
Vielen Dank für alle die sich die Zeit genommen haben das zu lesen
Schönen Abend und liebe Grüße
Josef
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In der Tat: Das Problem lag nicht am Material sondern am Anwender. Zu der Erkenntnis bist Du ja auch bereits gekommen.
Nun zum eigentlichen Problem: Der Ablass. Ich unterstelle mal, dass Du mit vierjähriger Praxis weißt, worauf es ankommt.
Selbst wenn der Wechsel auf einen anderen Bogen ursächlich mit dem Fehler einher gehen sollte, so bleibt es ja doch ein
Problem, das natürlich schnellstmöglich aus der Welt muss.
Ich sehe da zwei Möglichkeiten.
Falls Du Zugriff auf einen Nullbogen oder ein anderes Trainingsgerät Zugriff hast, kannst Du damit trainieren.
Andere Option ist, dass Dein Begleiter Dich unterstützt indem er den Schussaufbau inkl. Freigabe der Sehne Schrittweise vorgibt.
Wenn Du im Vollauszug stehst, verharrst Du mal bewusst länger, bis der Trainer den Pfeil freigibt. Und zwar solange, bis der Ablauf
des Lösens wieder vernünftig erfolgt d.h. ein unbeabsichtigtes Lösen nicht mehr erfolgt.
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Wenn die Nocken relativ gut auf der Mittenwicklung klemmen kann es meiner Meinung nicht an der Nocke liegen wenn sie nicht beschädigt sind.
Ich hatte mal einen Leerschuss weil in der Nocke Dreck war und somit nur halb eingenockt werden konnte was ich aber nicht bemerkte.
Der Bogen knallte und der Pfeil lag vor mir. Erst konnte ich mir das nicht erklären, aber nachher sah ich das die Nocke halb voll Dreck war. Beim Pfeilziehen hatte ich die Nocke in den Boden gedrückt. Heute kontrolliere ich jede Nocke bevor ich schieße.
Eventuell ist das ja auch Deine Ursache.
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Kedde war schneller
aber ich schicks dennoch ab...
Dasselbe bei mir.
Ich analysierte dieselben von Dir bereits angeführten Ursachen....
weil beim oftmaligen Bogenwechsel immer wieder auch Sehnenwicklungen nicht gut auf den aktuellen Pfeil/Nocke abgestimmt sind
weil dickere Handschuhe bei hohem Zuggewicht bei jetzt kälterem Wetter steifer sind und beim Ausnocken helfen
(bei Auszugkorrekturen -leichtes überziehen und dann vorkriechen)
Wenn dann alles beim Bergabschießen mit schwersten Pfeilen zusammenhift ...wirds bestimmt was.
Da kann der Pfeil sogar teilbelastet noch sehr weit fliegen - aber der Mittelteil gesprungen sein.
Mittelteile mit G10 welche dann nur dünn mit Exotenholz belegt sind reagieren sehr böse.
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Kurztest: schieß mal Untergriff - da kannst du den Pfeil nicht klemmen bzw. mit den Fingern berühren
Liegt es am Auszug/Winkel wird sich auch da ein Leerschuss einstellen, wenn nicht liegt es am Sehnengriff/Ausnocken beim mediterranen Auszug
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Ich kenne jemanden, dem das auch oft passiert.
Die Ursache ist, dass diese Person beim Ausziehen mit dem Zeigefinger der Bogenhand den Pfeil auf dem Shelf 'führt'.
Zusätzlich hat sie auch einen tiefen mediterranen Griff.
So passiert es immer wieder mal, dass der Pfeil beim Ausziehen 'ausgenockt' wird, aber durch die Fingerklemmung ok aussieht ...
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Ich tendiere auch eher zur Erklärung von @Tomsilber. Mit den Fingern den Pfeil zufällig oder schon fast systematisch auszunocken fällt mir sonst schwer nachvollziehbar. Ich schieße fast ausschließlich nicht klemmende Selfnocks über den Handrücken und einen Leerschuß habe ich äußerst selten und dann ist der Grund zumeist ein Fehler an der Nocke.
Ich würde mal den Bogen leicht schräg halten (Re-Schütze auf ca. 13:30 ;) ) und den Finger bewußt weg vom Shelf und dem Pfeil halten.
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Ich kenne jemanden, dem das auch oft passiert.
Die Ursache ist, dass diese Person beim Ausziehen mit dem Zeigefinger der Bogenhand den Pfeil auf dem Shelf 'führt'.
Zusätzlich hat sie auch einen tiefen mediterranen Griff.
So passiert es immer wieder mal, dass der Pfeil beim Ausziehen 'ausgenockt' wird, aber durch die Fingerklemmung ok aussieht ...
So jemanden kenne ich auch, allerdings hat der meist so fest gehalten, dass der Pfeil am Schelf quasi "fixiert" war, ein Leerschuss also nicht zustande kam.
Mir sind bisher 2 Leerschüsse widerfahren, einmal eine Penthalon Slim Nocke geplatzt beim Release (möglicherweise bereits geschwächt durch Fehlschuss oder durch thermische Weitung, davon bin ich geheilt...)
Ein weiteres Mal war es beim Probeauszug eines Langbogens eines mir damals unbekannten Schützen, ich konnte nicht glauben, dass der Bogen 60# hat und hab ihn wie bei meinen üblichen 40# knapp an den Fingerkuppen ausgezogen, die Sehne entgleitet mir und der Bogen fliegt vorwärts und bleibt senkrecht im Waldboden stecken. Der Schock war groß, aber der Schütze cool und der Bogen hat es ausgehalten, wahrscheinlich wegen seines Fluges genug Energie abgeben können.
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Und bitte... über welche Nocke reden wir denn hier?
Manche PIN- Nocks sind meiner Meinung nach so gar nicht Tradi und schon gar nicht 3 Unter geeignet, weil sie da schon halb rausspringen.
Hab ich schon mehrmals beim Sehnen bauen gemerkt daß da beim anpassen der Miwi die Nocke zwar leicht abgeht, aber beim kanten sofort raushüpft....
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Kurztest: schieß mal Untergriff - da kannst du den Pfeil nicht klemmen bzw. mit den Fingern berühren
+1
Aber aufpassen, wenn die Nockpunktbegrenzer zu eng und zu groß sind. Dann kann der untere Begrenzer die Nocke von der Sehne schieben.
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Ich tendiere auch eher zur Erklärung von @Tomsilber. Mit den Fingern den Pfeil zufällig oder schon fast systematisch auszunocken fällt mir sonst schwer nachvollziehbar. Ich schieße fast ausschließlich nicht klemmende Selfnocks über den Handrücken und einen Leerschuß habe ich äußerst selten und dann ist der Grund zumeist ein Fehler an der Nocke.
Ich würde mal den Bogen leicht schräg halten (Re-Schütze auf ca. 13:30 ;) ) und den Finger bewußt weg vom Shelf und dem Pfeil halten.
Wie Bambus schrieb,leicht schräg halten und die Pfoten
weg vom Shelf.....
Schieße auch lieber Nocken die nicht fest klemmen.
Ist mir auch schon passiert,das beim Auszug der Pfeil
vom Nockenboden vorrutschte.
Schieße allerdings mit Fingertab und merk das irgendwie
und es kommt nicht zum Leerschuß.
Denke dein erwähnter dicker Handschuh ist da eher hinderlich
es noch mitzubekomen,wenn.....
Mir waren Handschuh zu klobig und mir fehlt einfach das Feedback
des "Fühlens" beim ausziehen.....
....schon mal mit Fingertab geschoßen ?
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Mir ist dies am Anfang meiner Bogenkarriere ein paar Mal passiert und erst vor Kurzem (Da lag es aber an einer beschädigten Nocke). bzw habe ich das schon bei Leuten gesehen die sich übernehmen und dann aufgrund der Erschöpfung keinen vernünftigen Schussablauf hinbekommen.
Wenn das jedoch häufiger während einer Session vorkommt stimmt etwas höchstwahrscheinlich beim Lösen nicht.
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Hallo Josef,
dass der Pfeil am Shelf mit dem Finger geführt wird, wurde ja schon vermutet.
Gehe ich recht in der Annahme, dass es ohne Fingerführung in etwa so aussehen würde?
(anklicken zwecks Animation)
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Hallo Josef,
dass der Pfeil am Shelf mit dem Finger geführt wird, wurde ja schon vermutet.
Gehe ich recht in der Annahme, dass es ohne Fingerführung in etwa so aussehen würde?
(anklicken zwecks Animation)
Das ist etwas, das ich mir auch nach über 13 Jahren abgewöhnen muss. :schuldig: Ich hab die ersten Jahre immer den Pfeil leicht am Finger geführt. Nicht weil ich es brauchen würde, es ist mir damals logisch vorgekommen. Jetzt erwische ich mich auch noch ab und zu, dass ich den Zeigefinger ausstrecke. Deshalb empfehle ich immer zumindest das erste Jahr mit einem Trainer oder Erfahrenen schießen zu gehen. Was ich mir als Autodidakten an unangenehmen Gewohnheiten abgewöhnen muss ist ärgerlich...
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👈🏽
Wer macht den sowas ? ( Turnier in Jockgrim am Samstag)
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Finger am Pfeil ist völlig überflüssig und behindert nur den Schussablauf.
Wenn man den brauchen sollte stimmt was gewaltig am Anker nicht, selbst wenn man wie immer mehr heute nötig erscheint, den Bogen genau auf 12 Uhr senkrecht ausrichten muß. Das hat früher niemand gemacht und hat einen Tradibogen mit Shelf immer leicht oder manche sogar mehr gekippt.
Heute ist wohl auch einiges wegen immer mehr technischem und System Bogenschießen, anders geworden. Trotzdem braucht man selbst da, keinen Finger am Pfeil... also am Ablass und Anker arbeiten... 😉👍
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Finger am Pfeil ist völlig überflüssig und behindert nur den Schussablauf.
Wenn man den brauchen sollte stimmt was gewaltig am Anker nicht, selbst wenn man wie immer mehr heute nötig erscheint, den Bogen genau auf 12 Uhr senkrecht ausrichten muß. Das hat früher niemand gemacht und hat einen Tradibogen mit Shelf immer leicht oder manche sogar mehr gekippt.
Heute ist wohl auch einiges wegen immer mehr technischem und System Bogenschießen, anders geworden. Trotzdem braucht man selbst da, keinen Finger am Pfeil... also am Ablass und Anker arbeiten... 😉👍
Manchmal kommen Anfänger, angeblich nie einen Bogen in der Hand gehabt ausser im All Inclusive Urlaub, und machen das so. Schon x mal gesehen, es fühlt sich wohl richtig an, gibt Sicherheit, dass der Pfeil nicht runter fällt. Muss man denen angewöhnen, eh klar.
Wegen Bogen kanten: Wer intuitiv schießt, darf und soll den Bogen sehr wohl ein wenig kanten, solange der Oberkörper dieses mitmacht.
Systemschützen halten den Bogen komplett senkrecht. Die werden halt auch bei den TRBs immer mehr.
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Man kann mutmaßen, soviel man will, man müsste dich beim Ablass beobachten. Ich persönlich klemme den Pfeil mit 2 Fingern und ziehe ihn damit zur Sehne, das haben ich mir durch das Schießen von Holzpfeilen mit Selfnock angewöhnt, daher klemmen auch meine Carbonpfeile nicht. Wenn dein Handschuh zu dick ist, wie du beschreibst, nimm ein dünnes Tab. Ich denke, du spürst den Pfeil einfach nicht.
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Hallo, wie der Stringwistler bereits schrieb (was aber anscheinend niemand weiter beachtet hat), gibt es Nocken, die wegen ihres Designs im Auszug von der Sehne springen.
Cross-X z.B.! Ich hatte früher auch gelegentlich mal einen Leerschuss beim Blankbogen und bin erst dahinter gekommen, als mir ein Pfeil im Vollauszug einfach runtergefallen ist. Durch den Sehnenwinkel hebelt es die Nocke raus.
Schießt man mediterran, merkt man das nicht, schon gar nicht mit einem dicken Handschuh.
Das lässt sich ganz einfach testen. Pfeil einnocken, ein paar Zentimeter unter dem Pfeil "abgreifen" und voll ausziehen.
Normalerweise hält der Pfeil und bleibt an Ort und Stelle. Aber nicht immer, probiert es aus.
Gruß Jan
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Hallo, wie der Stringwistler bereits schrieb (was aber anscheinend niemand weiter beachtet hat), gibt es Nocken, die wegen ihres Designs im Auszug von der Sehne springen.
Cross-X z.B.! Ich hatte früher auch gelegentlich mal einen Leerschuss beim Blankbogen und bin erst dahinter gekommen, als mir ein Pfeil im Vollauszug einfach runtergefallen ist. Durch den Sehnenwinkel hebelt es die Nocke raus.
Schießt man mediterran, merkt man das nicht, schon gar nicht mit einem dicken Handschuh.
Das lässt sich ganz einfach testen. Pfeil einnocken, ein paar Zentimeter unter dem Pfeil "abgreifen" und voll ausziehen.
Normalerweise hält der Pfeil und bleibt an Ort und Stelle. Aber nicht immer, probiert es aus.
Gruß Jan
Der Mann schießt mediterran, da wird imho der Sehnenwinkel bei der Nocke nicht so groß daß das passieren kann.
Das ist eher ein Problem wenn man 3 Unter schießt.
Verschärft eventuell dadurch wenn man mit 2 Nockpunkten schießt (was bei 3 Unter ja öfter vorkommt) die zu Nah beieinander sind.
Ich kann mir eher vorstellen das die MiWi recht dünn für die Nocke ist und man den Pfeil eventuell unabsichtlich von der Sehne rupft, sei es mit der Auszugshand/Handschuh oder mit der Bogenhand wenn man noch den Pfeil am Anfang des Auszugs hält.
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Der Mann schießt mediterran, da wird imho der Sehnenwinkel bei der Nocke nicht so groß daß das passieren kann.
Der Winkel ist abhängig von Bogen- und Auszugslänge, nicht von der Art des Griffs in die Sehne.
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Das ist egal ob jemand mediterran schießt.
Jeder hat ein anderes Griffbild mit den 3 Fingern.
Beim einen ist der Zeigefinger zum Mittelfinger weiter hinten, beim anderen eben weiter vorne.
Das bisschen nicht winkelige 90° zur Nocke kann schon ausreichen daß der Pfeil (vor allem PIN Nocks die sehr oft ein viel zu kleines Sehnenbett haben) unbemerkt im Handschuh oder Tab von der Sehne rutscht. Da ist dann ein Leerschuß nicht mehr weit....
Bei 3 Unter um einiges gefährlicher, da sollte man niemals PIN-Nocks verwenden.
Bei 2 Nockpunkten auch unbedingt 2mm Luft haben wenn der Pfeil zw. den 2 NP sitzt.
Probiert es einfach aus.....
Nockt euren Pfeil...
zieht aus und geht in den Anker....
Lasst wieder zurück in Ausgangsposition....
Wiederholt das ganze 10x.... und ihr wisst was Sache sein kann.... :agree:
Nochmal.....
Die PIN-Nocks sind nicht fürs traditionelle Schießen entwickelt worden, sondern hauptsächlich für Compound mit Loop.
my5ct.... ;)
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...Bei 3 Unter um einiges gefährlicher, da sollte man niemals PIN-Nocks verwenden.
Bei 2 Nockpunkten auch unbedingt 2mm Luft haben wenn der Pfeil zw. den 2 NP sitzt.
Probiert es einfach aus.....
Nockt euren Pfeil...
...Nochmal.....
Die PIN-Nocks sind nicht fürs traditionelle Schießen entwickelt worden, sondern hauptsächlich für Compound mit Loop.
my5ct.... ;)
Also ich hatte daß Problem mit den asymmetrischen Beiter Pin Nocks noch nie... die kann ich auch 20x bei max. Abgriff ausziehen ohne das der Pfeil ausnockt.
Btw, ich geb mir ca. 1mm Luft zwischen den beiden NP.
Mit anderen PinNocks, vor allem die billigen Flex Archery Dinger, kann ich das allerdings zu 100% bestätigen. Die sind völlig untauglich für Abgreifer/3unter.
Beste Grüße
Six
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Bei 3 Unter um einiges gefährlicher, da sollte man niemals PIN-Nocks verwenden.
Bei 2 Nockpunkten auch unbedingt 2mm Luft haben wenn der Pfeil zw. den 2 NP sitzt.
Ich schiesse nur PIN-Nocken Grösse 2
Beiter funktioniert, ist aber brutal teuer
und die billigen die BSW unter Bohning verkauft kannst du bedenkenlos 3unter schiessen
lassen sich auf der Mittenwicklung locker schieben sofern die passend ist
aber sitzen trotzdem saufest
halten auch unbegrenzt ausser bei Volltreffer
die Nocken von Avalon/Skylon usw sind da eher bedenklich
lösen etwas leichter, die habe ich alle ausgetauscht und entsorgt
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Bei 3 Unter um einiges gefährlicher, da sollte man niemals PIN-Nocks verwenden.
Doch, die Beiter Asym. Die werden von Stringwalkern sehr gerne genommen aufgrund des schrägen Sehnenbettes.
hatte ich jahrelang, bevor ich die Bohning F für mich entdeckt habe.
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Der Mann schießt mediterran, da wird imho der Sehnenwinkel bei der Nocke nicht so groß daß das passieren kann.
Der Winkel ist abhängig von Bogen- und Auszugslänge, nicht von der Art des Griffs in die Sehne.
Greift man Splitfinger richtig, so ist der Zugkraftanteil von Ring- und Mittelfinger ungefähr gleich. Das wirkt dann so wie ein D-Loop beim Compound: der Teil, wo der Pfeil eingenockt ist, ist (ziemlich) gerade.
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Stimmt genau aber macht das jemand wirklich? Abgesehen von olympischen Recurveschützen, die auf solche Dinge explizit achten während des Trainings?
Ich kenne jedenfalls niemanden. Dass Zeige- und Mittelfinger NICHT gleichmäßig ziehen, stellt sich oft erst viel später, nach x-tausend Pfeilen, raus. Wenn sich z.B. eine Druckstelle am Ringfinger (!) gebildet hat weil der die ganze Zeit viel zu stark involviert war.
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Hatte das Problem bei einem Easton Aftermath mit Seriennocke.
Fazit: enges Trefferbild und Pfeile, die aneinanderschlugen.
Dabei hatte sich eine Nocke massiv weitet, was man aber mit blßem Auge nicht sehen konnte.
Nur der Test, einnocken und mit dem Finger auf die Sehne klopfen, bis sich der Pfeil löst, brachte mich darauf, dass die Nocke
geweitet war, denn der Pfeil fiel schon ohne den Impuls des Klopfens herunter.
Seitdem checke ich genau und bewußt, ob die Nocke auch wirklich klemmt und die Mittelwicklung zu den verwendeten Nocken passt
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Greift man Splitfinger richtig, so ist der Zugkraftanteil von Ring- und Mittelfinger ungefähr gleich. Das wirkt dann so wie ein D-Loop beim Compound: der Teil, wo der Pfeil eingenockt ist, ist (ziemlich) gerade.
Stimmt.... aber ehrlich.... ich kenne einige Schützen, die greifen eben nicht gerade und richtig.
Bei denen wandert der Zeigefinger nach vorne (vor allem bei kurzen Bögen) und dadurch hast dann eben keinen Rechten Winkel mehr auf die Nocke wirkend.
Muß Dir auch Recht geben mit der asymetrischen Beiternocke, aber seid dem da wohl die Mischung des Kunststoffes verändert wurde, platzen die Reihenweise im Abschuss oder beim Einschlag in 3D-Ziele. Hab ich schon einige male selbst gesehen....Schade eigentlich.... und warum ?
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Muß Dir auch Recht geben mit der asymetrischen Beiternocke, aber seid dem da wohl die Mischung des Kunststoffes verändert wurde, platzen die Reihenweise im Abschuss oder beim Einschlag in 3D-Ziele. Hab ich schon einige male selbst gesehen....Schade eigentlich.... und warum ?
Ist mir gerade erst am Wochenende passiert. Beim Auftreffen des Pfeiles ist "irgendwas" weggeflogen. Der Pfeil steckte dann ohne Nocke im Ziel, eine der kaputten Hälften habe ich hinter dem Ziel wiedergefunden.
Das waren echt mal die besten Nocken....aber nachdem die Haltbarkeit schlechter und der Preis NOCH höher geworden ist, hat es sich bei mir ausgebeitert.
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... asymetrischen Beiternocke, aber seid dem da wohl die Mischung des Kunststoffes verändert wurde, platzen die Reihenweise im Abschuss oder beim Einschlag in 3D-Ziele. Hab ich schon einige male selbst gesehen....Schade eigentlich.... und warum ?
Das ist interessant! Erst am vergangenen WE kam einer im Verein zu mir und meinte, er hätte große Probleme mit den neuen Beiter Pin Nocken, die er zu seinen Fertigpfeilen bestellt hatte. Es wäre, schon 2 kaputt und nach 100 Schuss wären die aufgeweitet. Ich hab sie mir angeschaut. grün, nicht transparent. Da fehlte der "Beiter" Aufdruck, der zumindest bei meinen roten überall drauf ist. Er hatte auf einem alten Satz auch grüne mit "Beiter". Hab ihm gesagt, er soll mal ein Foto an Beiter schicken. Bei den Preisen, die Beiter inzwischen will, lohnen sich vermutlich Fälschungen. Wobei die vermutlich auch den Beiter Schriftzug fälschen würden. Aber fragen kostet ja nix.
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... asymetrischen Beiternocke, aber seid dem da wohl die Mischung des Kunststoffes verändert wurde, platzen die Reihenweise im Abschuss oder beim Einschlag in 3D-Ziele. Hab ich schon einige male selbst gesehen....Schade eigentlich.... und warum ?
Das ist interessant! Erst am vergangenen WE kam einer im Verein zu mir und meinte, er hätte große Probleme mit den neuen Beiter Pin Nocken, die er zu seinen Fertigpfeilen bestellt hatte. Es wäre, schon 2 kaputt und nach 100 Schuss wären die aufgeweitet. Ich hab sie mir angeschaut. grün, nicht transparent. Da fehlte der "Beiter" Aufdruck, der zumindest bei meinen roten überall drauf ist. Er hatte auf einem alten Satz auch grüne mit "Beiter". Hab ihm gesagt, er soll mal ein Foto an Beiter schicken. Bei den Preisen, die Beiter inzwischen will, lohnen sich vermutlich Fälschungen. Wobei die vermutlich auch den Beiter Schriftzug fälschen würden. Aber fragen kostet ja nix.
Die Leute die ich kenne die Beiter schossen und Probleme mit deren Haltbarkeit haben, hatten die von Black Flash, Targetpanik oder Arrowforge direkt.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß solche Shops und Händler die nicht direkt bei Beiter einkaufen. ::)
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Die Leute die ich kenne die Beiter schossen und Probleme mit deren Haltbarkeit haben, hatten die von Black Flash, Targetpanik oder Arrowforge direkt.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß solche Shops und Händler die nicht direkt bei Beiter einkaufen. ::)
Dennoch passt da was nicht. Beiter schreibt im Datenblatt:
"Geringste Toleranzen und höchste Präzision, da jede Nocke einer Größe aus derselben Form kommt."
und hier https://wernerbeiter.com/de/produkte/nocken/pin-nocke.php
"Während des Schießens, muss das Beiter-Logo oben sein!"
wie kanns also sein, dass manche ein Beiter Logo haben und andere nicht? ich vermute eher sowas wie die Geschichte mit der Bohning-F Nocke und dem Nachbau von Bignami.
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Meine Beiter habe ich aus renommierten Läden, nicht von irgendwelchen obskuren Amazon- oder Temu-Händlern und sie haben den Schriftzug drauf (und das Pin 1 oder 2 auf der anderen Seite). Trotzdem zerfliegen sie. Eigentlich skandalös bei einem Teil, das man woanders für den Stückpreis im Dutzend bekommt.
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Hallo,
ich schieße auch Beiter-Pin-Nocken, hatte noch nie diesbezügliche Probleme.
Alle meine Pin-Nocks von Beiter haben ein entsprechendes Logo,
mir sind aber auch Pin-Nocks bekannt, die ohne Logo als "Beiter" verkauft werden/wurden.
Da steht dann nur auf der Unterseite z.B. "PIN 2"
Ich beziehe meine Beiter-Nocks ausschließlich beim qualifizierten Fachhandel.
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Hallo,
ich schieße auch Beiter-Pin-Nocken, hatte noch nie diesbezügliche Probleme.
Alle meine Pin-Nocks von Beiter haben ein entsprechendes Logo,
mir sind aber auch Pin-Nocks bekannt, die ohne Logo als "Beiter" verkauft werden/wurden.
Da steht dann nur auf der Unterseite z.B. "PIN 2"
Ich beziehe meine Beiter-Nocks ausschließlich beim qualifizierten Fachhandel.
Dito... Beiter No2 asymmetrisch in transparent Grün und Neon Rot, sowie die Hunter am Compound in denselben Farben. Seit Jahren keine Probleme, ich kaufe nur nach (Arrowforge) für neue Pfeilsetups und Robins. Noch nie eine verloren oder im Abschuss zerbrochen.
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So unterschiedlich sind die Erfahrungen. Früher gab es das Gerücht, die transparenten Modelle seien empfindlicher (dafür könne man Risse gegen das Licht besser erkennen) oder war es umgekehrt? Mir sind jedenfalls sowohl transparente in Rot, Gelb, Grün, Orange als auch durchgefärbte (Weiß) geplatzt.
Bei den billigen Flex oder Cross-X und wie sie alle heißen, passiert das komischerweise nie. Aber wahrscheinlich ist das nur meine Wahrnehmung und ich tue Beiter Unrecht.
😅
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Schon mal auf die Idee gekommen das es nicht an der Beiter Nocke liegt sondern an einem unmerklich zu dickem Pin auf die der unwissende Schütze die arme Pin-Nocke auf Gedeih und Verderb drauf quetscht??
Bitte zeigt mir mal eine asymmetrische Beiter Nocke bei der das Nockenbett schräg geformt ist. Mit ist da noch keine so eine unter gekommen. Die Asymmetrie bezieht sich auf die kontruierten Einkerbungen oben vorne und unten hinten in die ganz genau die Nockpunktbegrenzer - wenn sie nicht allzu groß sind - hineinpassen wenn 3 unter gegriffen wird. Ganz kontret sind diese für den Beiter-eigenen Nockpunkt vorgesehen.
Wenn man so eine transparente Nocke gegen das Licht hält, sieht man das Nockenbett durchscheinen. Oben scheint dieses dann einen schrägen Knick zu machen, das ist aber die Einkerbung und keine Schräge.
https://www.wernerbeiter.com/de/informationen-downloads/datenblaetter/Nocke.pdf
Dort hat man detailierte Ansichten der Nocken inklusive Nockbett.
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Schön und gut, alles richtig was du schreibst. Ich mag die Nocken (ursprünglich) wegen der auffälligen Asymmetrie - man sieht beim Einnocken sofort, was vorn und hinten ist. Nicht wegen eines angeblich asymmetrischen Nockbetts.
Ungeachtet dessen, meine Nocken passen perfektestens auf die Wicklung. Sehnen mache ich selbst und passe die Miwi entsprechend an. Trotzdem platzen die Nocken und zwar ausschließlich Beiter.
Davon kann man halten was man will.
Ergänzung: kaputte Nocks gibt es mit allen möglichen Pins, den mitgelieferten ebenso wie bei nachgerüsteten Tophats. Man kann es drehen und wenden wie man will: die Qualität ist unterirdisch.