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Bogenschießen => Training => Thema gestartet von: Flotschi am Januar 18, 2025, 01:00:22 Nachmittag
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Ich habe mich im Dezember bei einem Bogenverein eingeschrieben, da dieser eine Trainingshalle bei mir in der Nähe hat die man rund um die Uhr benutzen kann. Da ich zum größten Teil in der Stadt wohne musste ich dieses Angebot einfach annehmen. Nun zu meinem Problem: Bei mir sitzt der erste Schuss (meist)perfekt. Die nächsten Schüsse gehen dann oftmals aber dann nicht mehr in die Mitte. Ich habe es statt meinen 50# Hybridbogen schon mit meinem 30# Langbogen versucht und trotzdem das gleiche Spiel. Ich habe davor auch nur sehr selten an der Scheibe geschossen und war eigentlich immer im Wald unterwegs. Meistens nur mit 2 Pfeilen. Dort treffe ich das meiste was ich anvisiere egal wie Nah oder Fern. Auch wenn ich 4 Pfeile in der Natur auf einen Tannenzapfen abgebe gruppiere ich deutlich besser als in der Halle an der Scheibe.
Ich verstehe auch nicht warum der erste Schuss so gut wie immer sitzt und die nächsten dann nicht. :bang: Habe ich mich auf den einen Treffer konditioniert und will ich mir dann schon ein neues Ziel suchen?
Ich hoffe das dies nur Übergangschwierigkeiten sind. Das künstliche Licht in der Halle ist ebenfalls gewöhnungsbedürftig.
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Wenn du eine Auflage nutzt, lass die Auflage weg, mache deine Übungen auf einen leeren Dämpfer.
Ich versuche mich selbst zu beobachten. Dazu nutze ich mein Handy, einen Selfiestick denn ich voll ausfahre und auf den Boden stehen lasse. Aufnehmen mache ich sporadisch. Der Selfiestick hate eine Fernbedienung.
Ich übe konstant Technik, T, Anker, Anspannung im Vollauszug, Höhe des Ellbogens der Sehnenhand. 1000 Pfeile erstmal auf 5 Meter.
Ja ist nicht spannend.
Wenn die Trefferlage konstant ist, erweitere ich auf 10 Meter. Wieder 1000 Pfeile. Wenn die Trefferlage konstant ist, wieder erhöhen usw. Sollte die Trefferlage auf Dauer nicht so gut sein wie erwünscht, die Entfernung etwas reduzieren.
ZEIT LASSEN!
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Ich weiß nicht ob Dir das hilft, aber ich bin der Meinung das es daran liegt das Du in der Halle immer von der gleichen Stelle,Entfernung schießt.
In der Natur hast Du ständig einen anderen Stand und musst Dich neu konzentrieren und ausrichten.
Auch spielt der Kopf eine Rolle, der erste Pfeil sitzt und die Konzentration lässt nach oder Du erwartest das der nächste genauso präzise wird, das erzeugt im Unterbewusstsein Druck. Auf dem Parcours hört man meist nach dem ersten Treffer auf.
Ich trainiere für mich in unserer Tiefgarage auf 25 Metern, vergleichbar mit einer Halle. Ich konzentriere mich hauptsächlich auf den ersten Pfeil denn der sollte gut sitzen, die Pfeile danach sollten auch dahin wohin ich sie haben möchte, aber entscheidend ist der erste Pfeil für mich.
Das Problem bei mir ist wenn ich auf der Stelle stehe und auf die Scheibe schieße dann darf ich maximal drei Pfeile schießen da ich sonst Schrott mit nach oben nehme. Mir fehlt da tatsächlich die Bewegung wie auf dem Parcours.
Versuche einfach mal nach dem ersten Pfeil wenn er gut sitzt abzuschalten, Dich etwas zu bewegen und dann neu ausrichten und den nächsten Schuss machen.
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@ Flotschi: Das was Du bezüglich deiner Treffer berichtst kann auch aus meiner Sicht und Erfahrung beschreiben. Mein Eindruck ist, dass dem ersten Pfeil "die volle Aufmerksamkeit zukommt". Die danach folgenden hingegen sind dann die Kopie des Ersten. Ausgenommen, Du hast dich beim Ersten wissentlich vertan und einen Fehler gemacht der dir schon im Löseprozess gegenwärtig war. Ich schieße im Parcours deswegen grundsätzlich nur einen Pfeil auf das Zieltier (Hunterrunde).Im winterlichen Hallentraining,
wo es eigentlich nur um das Techniktraining geht, nehme ich mir soviel Zeit, als würde ich sozusagen nur noch "erste Pfeile" auf die Scheibe setzen. Dabei markiert der erste Pfeil den Zielpunkt für die zwei folgenden. Was ich beibehalte, ist die wechsende Entfernung zum Ziel beginnend mit zehn bei einem Maximum von 20 m.
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Ja ich mache auch nur Hunterrunden. Egal ob am Parcours oder im Wald beim Roven. Irgendwie schaffe ich es da das Ziel so zu fokussieren, dass der Pfeil dorthin geht wo ich hinsehe. Das danach eben die "Kopie" folgen soll setzt mich eventuell unbewusst unter Druck und ich lasse mir zu wenig Zeit.
Das in der Halle stehen und auf die Scheibe zu schießen ist jetzt nicht das Spaßigste auf der Welt aber ich will ja auch im Winter in Form bleiben. Ich habe vor dieses Jahr eine Prüfung abzulegen wo man eine bestimmte Punkteanzahl an der Scheibe schießen muss. Der Trainer hat gesagt so wie ich schieße sollte das absolut kein Problem sein aber ich habe eben immer im Hinterkopf einen ganz schlechten Tag zu haben und absolut keine Gruppen hinzubekommen.
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Herzlich Willkommen in der Welt der Targetpanic!
Ein gut gemeinter Rat: Lass das mit der „Prüfung“ !
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Egal ob Drinnen oder Draußen - vernünftige Gruppen sollten es schon sein! Ansonsten dürfte cweg schon den richtigen Riecher haben. Besprich das ruhig mal offen mit dem Trainer. Und nicht verrückt machen; selbst TP ist etwas was jeden treffen kann.
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Nur weil man es nicht schafft, sich hintereinander auf mehrere Pfeile zu konzentrieren, hat man gleich immer TP.
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Nur weil man es nicht schafft, sich hintereinander auf mehrere Pfeile zu konzentrieren, hat man gleich immer TP.
Ich denke auch nicht das es TP ist sondern eher eine Gewöhnungssache. Die Gruppen sind ja nicht katastrophal sondern eher dass sie besser sein könnten. Vor Allem wenn man die meiste Zeit seiner Bogenkarriere nicht viel mehr als 2-3 Pfeile hintereinander geschossen hat. Wenn ich draußen bin und auf Tannenzapfen und sonstiges schieße treffe ich ja und kann auch gruppieren. Die Konzentration über mehrere Pfeile dürfte echt der Fehler sein. Ich muss mir ein anderes interessanteres Trainingsformat überlegen sonst trainiere ich mir noch evtl TP an.
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Dann hänge doch statt einer Papierauflage einen Tannenzapfen oder was ähnliches an die Strohwand :unschuldig:......ich nehm einen Scheibennagel mit einen Stück Kreppband.
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Das sehe ich wie rso, hier wird ziemlich schnell Target Panic diagnostiziert....
Wenn man nie das Scheibenschießen übt, kann man es auch nicht. Deshalb sind auch Doppelhunterrunden so schwer - einmal treffen geht oft ganz gut aber einen guten Schuss zu wiederholen, ist schon schwieriger.
Ich würde zunächst versuchen, die Technik und den Ablauf zu festigen und ein paar hundert Pfeile auf kurze Distanz auf die blanke Scheibe zu schießen. Erst danach und wenn das gut läuft anfangen, auch treffen zu wollen.
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Wenn man nie das Scheibenschießen übt, kann man es auch nicht. Deshalb sind auch Doppelhunterrunden so schwer - einmal treffen geht oft ganz gut aber einen guten Schuss zu wiederholen, ist schon schwieriger.
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Das ist jetzt OT, aber genau deshalb schiesse ich auf dem Parcours fast ausschließlich Doppelhunter .
Und schieße (zum Spaß) auch KM und BM in der Halle mit, nicht weil ich das so toll finde, sondern um mich selbst an mir zu messen und zu sehen, wo die Konzentration nachläßt: Denn leider ist es gar nicht so einfach, 60 x nen vernünftigen Pfeil hinzulegen, obwohl man weiß, dass man es ja kann. Das ist dann der Moment, wo ich vor den guten Fitanesen Respekt habe ;)
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Einverstanden; es muss nicht gleich TP sein. Allerdings erwarte ich von dem Trainer dann sachhdienliche Hinweise und Hilfen an den Schützen, so dass er mit seinem Problem nicht allein bzw. im Ungewissen gelassen wird.
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Bei Targetpanic bin ich gebranntes Kind, mir hat damals keiner etwas gesagt, bevor die Karre so richtig im Dreck war und die Zutaten waren die Gleichen
-den ersten Pfeil treffe ich immer gut
- „Du schießt so gut, schieß doch die Kreismeisterschaft mit!“
- Mit nem leichteren Bogen wird es auch nicht besser
- im Parcours habe ich mit dem ersten Pfeil kein Problem, außer ich habe die Entfernung falsch geschätzt.
Das führte dazu, dass ich mich unbewusst so unter Erfolgsdruck gesetzt hab, dass ich die Pfeilspitze nicht mehr ins Ziel halten konnte/kann.
Von daher bin ich da bei solchen Symptomen, wie oben genannt vorsichtig und nicht etwas voreilig!
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Bei Targetpanic bin ich gebranntes Kind, mir hat damals keiner etwas gesagt, bevor die Karre so richtig im Dreck war und die Zutaten waren die Gleichen
-den ersten Pfeil treffe ich immer gut
- „Du schießt so gut, schieß doch die Kreismeisterschaft mit!“
- Mit nem leichteren Bogen wird es auch nicht besser
- im Parcours habe ich mit dem ersten Pfeil kein Problem, außer ich habe die Entfernung falsch geschätzt.
Das führte dazu, dass ich mich unbewusst so unter Erfolgsdruck gesetzt hab, dass ich die Pfeilspitze nicht mehr ins Ziel halten konnte/kann.
Von daher bin ich da bei solchen Symptomen, wie oben genannt vorsichtig und nicht etwas voreilig!
War das dann wirklich Targetpanik? Ich kenne das nur, dass dann gar nix mehr geht also auch nicht der erste Pfeil und man nicht mehr richtig in den Anker kommt. Das hört sich eher nach Unkonzentriertheit und Nervosität an. Wegen dem gibt's bei mir auch keine Meisterschaftsteilnahmen.
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Wie gesagt, das waren die Anfangssymptome, später ging gar nichts mehr. Ich blieb mit der Spitze wie angenagelt eine Handbreit unter dem Zielpunkt. Solange ich weiß, dass ich nicht lösen kann (z.B. vorm Spiegel) kann ich die Spitze hin und herschwenken und ewig lange ins Ziel halten, sobald ich in einer Situation bin, wo ich lösen darf, ist Ende.
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Das Phänomen mit dem ersten und auch den ersten 3 Pfeilen die perfekt sitzen und einem darauf folgenden Leistungsabfall(in dem Fall Verlagerung der Trefferlage nach links) kenne ich auch und hat mich lange beschäftigt.(eigentlich immer noch)
Nachdem ich mich minutiös selber beobachtet hatte, stellte ich fest, dass ich bei den nachfolgenden Pfeilen ein wenig weiter auszog und mit meinem Anker
weiter nach rechts gewandert bin.
Problem erkannt, noch lange nicht zu 100% ach, was schreibe ich zu 80 %(wohlwollend)gebannt.
Soll heißen, dass immer wieder dieser Ausreißer nach links passieren kann.
Vielleicht dann eher im Bereich der TP anzusiedeln?
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So etwas, per Ferndiagnose, einschätzen zu können wird halt schwierig. Bei Trefferlage zu weit links könnte man sich mal auf seine Zughand konzentrieren, diese könnte zum Beispiel zu verkrampft sein.
Es könnte jedoch auch was ganz anderes sein. Bogenhand zu verkrampft, usw.
So eine blöde Scheibe mit dem blöden Gold ist halt auch eine mentale Herausforderung.
Ein Trainer, welcher auch auf die Technik achten kann, kann bei sowas schon hilfreich sein.
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Wie gesagt, das waren die Anfangssymptome, später ging gar nichts mehr. Ich blieb mit der Spitze wie angenagelt eine Handbreit unter dem Zielpunkt.
Exakt so ist es bei mir auch !!!
Dass es Target Panic ist hat man mir hier auch gesagt
Ist es wohl auch
Im Training versuche ich es abzutrainieren
Gelegentlich bekomme ich das auch im Turnier (perfekt) hin, dann sind auch auf der 40er Scheibe alle im Gold
Es ist gut zu wissen dass man leichte oder mittlere Target Panic hat, dann kann man das versuchen zu trainieren
Ich hatte diesen Winter bisher 18 Turnierstarts, bei 4 Starts habe ich es nicht hinbekommen, Kopfsache halt
Es wäre besser mehr zu trainieren und weniger Turniere zu schiessen, dafür müsste es mangels Halle aber draussen deutlich wärmer sein
Wenn man nicht 1 Dutzend Pfeile auf 18m direkt nacheinander ordentlich gruppieren kann hilft nur Training, Training, Training
Auch wenn man in Sommer fast immer nur 1 Pfeil pro Gummitier schiesst, die Basis wird in jedem Fall deutlich besser
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So etwas, per Ferndiagnose, einschätzen zu können wird halt schwierig. Bei Trefferlage zu weit links könnte man sich mal auf seine Zughand konzentrieren, diese könnte zum Beispiel zu verkrampft sein.
Es könnte jedoch auch was ganz anderes sein. Bogenhand zu verkrampft, usw.
So eine blöde Scheibe mit dem blöden Gold ist halt auch eine mentale Herausforderung.
Ein Trainer, welcher auch auf die Technik achten kann, kann bei sowas schon hilfreich sein.
Bei mir dürfte es tatsächlich sehr viel mit der Scheibe zu tun haben. Das fokussieren aufs Gold fällt mir extrem schwer zudem ich auch noch intuitiv schieße. In der Natur tue ich mir auf ein 3 dimensionale Ziel deutlich leichter. Ich bin es auch nicht gewohnt vor anderen Menschen zu schießen. Ich war in meinen 13 Jahren in denen ich diesen Sport betreibe zu 95% allein unterwegs und wenn ich mit Bekannten unterwegs war, war ich es zumeist der die meiste Erfahrung hatte und den man um Hilfe bat. Ich habe gleich gemerkt das ich so eine Art Lampenfieber bekam als man mir zugesehen hat. Als Musiker kenne (oder besser gesagt kannte) ich dieses Gefühl sehr gut. Ich war jetzt 3x in der Halle schießen und bin deutlich schlechter als in der Natur was mein Selbstvertrauen ziemlich anknackt. Vor allem nachdem ich mich im bis letzten Dezember was das Bogenschießen betrifft so gut mental aufgebaut habe. Ich hoffe, dass dies nur eine Gewöhnungssache ist.
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Natürlich spielt der Kopf die größte Rolle. Wenn Du Dich stresst oder es besonders gut machen möchtest wird das meist nix. Versuche doch einmal den Kopf dahin auszuschalten das Du Dir sagst: Ich möchte einfach nur Spaß haben.
Ich schieße ungefähr so lange Bogen wie Du, bin aber bestimmt wesentlich älter und bin von Natur aus gelassener.
Mich haben Vereinskollegen die gut schießen des öfteren zu einem Wettstreit gefordert, und ich habe angenommen und sie ausgelacht und ihnen gesagt das sie eh keine Chance gegen mich haben. So habe ich bei ihnen Druck aufgebaut, sie sich verspannt haben während ich sehr entspannt und und locker mit dem Gedanken an den Pflock gegangen bin nur Spaß haben zu wollen. Meine Rechnung ging auf. ;D
Nimm die Sache nicht so ernst und hab nur Spaß dann wird das auch wieder. Wir sind Hobbyschützen und keine Profisportler.
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" ... So habe ich bei ihnen Druck aufgebaut, sie sich verspannt haben ... "
Und so macht er das mit jedem! :unschuldig:
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Ok. War heute wieder in der Halle. Am Anfang war ich allein, dann kam jemand mit olympisch Recurve vorbei. Allein habe ich super gruppiert, als jemand zugeschaut hat habe ich teilweise so gewaltig verfehlt, dass ist mir seit Jahren nicht passiert. Wirklich arg dilettantische Fehler die mir mit meiner Erfahrung nicht passieren sollten. Die Schüsse waren plötzlich zittrig und ohne Schmackes. Es hat dann über eine Stunde gedauert bis ich mich halbwegs auf die Situation eingestellt habe. Es ging dann als ich mir den Schussablauf wieder vor Augen geführt habe und nicht ewig lange gezögert habe den Schuss abzugeben. Also ich würde schon sagen, dass ich zumindest vor Menschen etwas unter TP leide. Das ist für mich wirklich eine riesige Umstellung vom solitären Schießen auf gemeinsames training. Ich hoffe, dass hört nach einer Gewöhnungsphase auf. :bow:
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Ok. War heute wieder in der Halle. Am Anfang war ich allein, dann kam jemand mit olympisch Recurve vorbei. Allein habe ich super gruppiert, als jemand zugeschaut hat habe ich teilweise so gewaltig verfehlt, dass ist mir seit Jahren nicht passiert. Wirklich arg dilettantische Fehler die mir mit meiner Erfahrung nicht passieren sollten. Die Schüsse waren plötzlich zittrig und ohne Schmackes. Es hat dann über eine Stunde gedauert bis ich mich halbwegs auf die Situation eingestellt habe. Es ging dann als ich mir den Schussablauf wieder vor Augen geführt habe und nicht ewig lange gezögert habe den Schuss abzugeben. Also ich würde schon sagen, dass ich zumindest vor Menschen etwas unter TP leide. Das ist für mich wirklich eine riesige Umstellung vom solitären Schießen auf gemeinsames training. Ich hoffe, dass hört nach einer Gewöhnungsphase auf. :bow:
Dieses einfach auf TP zu schieben würde ich nicht machen. Was hilft es dir?
Es klingt jetzt vielleicht doof, jedoch versuch dich doch mal darauf zu freuen wenn jemand zusätzlich da ist und versuche spaß zu haben.
Es macht doch nix aus wenn mal der ein oder andere Pfeil nicht dort hingeht wo man es erhofft.
Oder nimm einfach eine größere Auflage, ist doch Training. Schieß auf eine Scheibe mit nur 5m Abstand.
Alles Sachen die man machen kann, alles auch nicht schlimm dieses zu machen.
So eine Zielscheibe mit nem Gold in der Mitte ist halt der mentale Endgegner und um so kleiner das Gold wird um so höher wird der Druck.
Schlimmer machst Du es nur wenn du weitere Zweifel aufkommen lässt. Mit Zweifel oder Bedenken zu schießen wird dich und dein Pfeil vermutlich nicht zum Ziel bringen.
Hab einfach Spaß ;D
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Ich finde die Diskussion sehr interessant.
In meinem Beruf als HP hatte ich oft mit dem Thema Selbstbewertung vs. Fremdbewertung zu tun.
Die meisten von uns die durch das, wie Pink Floyd mal formuliert haben, "Kreuzfeuer der Kindheit" gegangen sind, haben den Spass am Tun oder Sein verloren.
Spätestens als es Noten gab, ging der Stress los.
Das messen mit anderen, die Beobachtung durch Andere, die Bewertung durch Andere und das Hoffen auf Applaus( Geliebt werden), kann einen solchen Druck ausüben, dass der Spass am Spiel verloren geht.
Ich habe erst vor 5 Jahren mit dem Bogenschießen angefangen und bin immer noch im Spielmodus.
Das hilft mir sehr den Spass an jedem Pfeilflug zu bewahren.
Auch in der Halle oder auf 30m auf der Wiese hatte ich Spass, mir dabei zu zusehen wie ich einfach nur Bogenschütze " bin".
Denn für mich zählt das Sein mehr als das Tun.
Meine Art mit " Stress" umzugehen ist ein einfaches " Mindset":
Ich bin der ich bin,
egal was ich gerade tue.
Vielleicht könnt Ihr damit was anfangen.
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Ich finde die Diskussion sehr interessant.
In meinem Beruf als HP hatte ich oft mit dem Thema Selbstbewertung vs. Fremdbewertung zu tun.
Die meisten von uns die durch das, wie Pink Floyd mal formuliert haben, "Kreuzfeuer der Kindheit" gegangen sind, haben den Spass am Tun oder Sein verloren.
Spätestens als es Noten gab, ging der Stress los.
Das messen mit anderen, die Beobachtung durch Andere, die Bewertung durch Andere und das Hoffen auf Applaus( Geliebt werden), kann einen solchen Druck ausüben, dass der Spass am Spiel verloren geht.
Ich habe erst vor 5 Jahren mit dem Bogenschießen angefangen und bin immer noch im Spielmodus.
Das hilft mir sehr den Spass an jedem Pfeilflug zu bewahren.
Auch in der Halle oder auf 30m auf der Wiese hatte ich Spass, mir dabei zu zusehen wie ich einfach nur Bogenschütze " bin".
Denn für mich zählt das Sein mehr als das Tun.
Meine Art mit " Stress" umzugehen ist ein einfaches " Mindset":
Ich bin der ich bin,
egal was ich gerade tue.
Vielleicht könnt Ihr damit was anfangen.
Natürlich hängt das oft mit der Kindheit oder besser gesagt der Schulzeit zu tun und das hängt einem noch als Mitte 30 Jährigen nach. Dieses "Ich muss jetzt performen sonst stehe ich als Versager da" über 12 Jahre Schule und später im Studium hinterlässt Narben. Als Musiker hat es lange gedauert, das Lampenfieber abzulegen und dieses gleiche Gefühl habe ich jetzt wenn ich vor fremden Personen bogenschieße. Was dann noch dazu kommt ist, dass ich weiß wenn ich allein bin schieße ich ziemlich gut. Gestern und heute war ich allein in der Halle und habe besser denn je geschossen. Ich muss diese Lockerheit vor Fremden einfach bewahren. Dabei bin ich nicht einmal ein schüchterner Mensch.
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Gestern und heute war ich allein in der Halle und habe besser denn je geschossen. Ich muss diese Lockerheit vor Fremden einfach bewahren. Dabei bin ich nicht einmal ein schüchterner Mensch.
Du hast vermutlich nie eine wettkampf-orientierte Bogenausbildung / Training bekommen?
Denn der mentale Part, sich an der Schießlinie vom Umfeld zu isolieren, ist da ein ganz wesentlicher Teil. Es geht nicht darum, die Lockerheit zu bewahren, sondern vielmehr darum, die Wettbewerber / das Publikum gar nicht mehr wahrzunehmen. Man kann das nicht mit einem Fingerschnipp machen, aber mit den richtigen Methoden, z.B. eine starke Fokussierung auf den Schussaufbau, geht das mit der Zeit ganz gut. Eine meiner Padawane meinte dazu mal, dass sie ein Lied, einen Ohrwurm im Kopf hat während sie sich auf den Schuss konzentriert und damit das gaplapper von der Tribune und von den pausierenden Schützen gar nicht mitbekommt
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Gestern und heute war ich allein in der Halle und habe besser denn je geschossen. Ich muss diese Lockerheit vor Fremden einfach bewahren. Dabei bin ich nicht einmal ein schüchterner Mensch.
Du hast vermutlich nie eine wettkampf-orientierte Bogenausbildung / Training bekommen?
Denn der mentale Part, sich an der Schießlinie vom Umfeld zu isolieren, ist da ein ganz wesentlicher Teil. Es geht nicht darum, die Lockerheit zu bewahren, sondern vielmehr darum, die Wettbewerber / das Publikum gar nicht mehr wahrzunehmen. Man kann das nicht mit einem Fingerschnipp machen, aber mit den richtigen Methoden, z.B. eine starke Fokussierung auf den Schussaufbau, geht das mit der Zeit ganz gut. Eine meiner Padawane meinte dazu mal, dass sie ein Lied, einen Ohrwurm im Kopf hat während sie sich auf den Schuss konzentriert und damit das gaplapper von der Tribune und von den pausierenden Schützen gar nicht mitbekommt
Nein habe ich nicht. Es war nie meine Absicht Bogenschießen kompetitiv zu betreiben. Ich war in den 13 Jahren in denen ich diesen Sport betreibe zum größten Teil allein im Wald unterwegs. Am Parcours kann ich auch ganz gut abschalten auch wenn mir Leute zusehen. In der Halle schaffe ich das (noch) nicht. Hängt wahrscheinlich mit dem begrenzten Raum zusammen. Das war auch immer mein Bedenken bevor ich dem Verein beigetreten bin. Vor ungefähr 10 Jahren wollte ich schon einmal einem Verein eben wegen der Möglichkeit in der Halle zu schießen beitreten. Die 3 Trainings die ich dort gemacht habe waren jedoch nicht besonders gut und der Turnhallen Flair hat mir auch nicht gefallen. Habe mich nun endlich überwunden und einen Verein gefunden der nicht allzu weit weg ist und die Halle selbst auch gemütlicher ist (eher ein langer Kellerraum und keine sterile Turnhalle) Ich möchte im Winter konstant trainieren und nicht die Form die ich mir über das Jahr erarbeitet habe wieder verlieren. Das ich da eben nicht immer allein sein werde, damit muss ich eben klarkommen. TP kann ich jedoch schon einmal relativ ausschließen da ich die letzten 2 Tage wieder so geschossen habe wie ich das von mir kenne.
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Wenn du am Scheibenschießen kein Interesse hast, dann kannst auch ohne Auflage an deiner Form arbeiten. Evtl sogar besser als mit Auflage und TP ist dann gar kein Thema.
Stell ein Ipad mit Delaycam neben dich, fokussiere dich auf den Schussablauf, korrigiere das, was dir die Cam zeigt und ignoriere, wo der Pfeil auf den Dämpfer trifft. Das noch 2 Monate lang, bis man wieder raus kann und du wirst dich wundern, was es gebracht hat.
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Wenn du am Scheibenschießen kein Interesse hast, dann kannst auch ohne Auflage an deiner Form arbeiten. Evtl sogar besser als mit Auflage und TP ist dann gar kein Thema.
Stell ein Ipad mit Delaycam neben dich, fokussiere dich auf den Schussablauf, korrigiere das, was dir die Cam zeigt und ignoriere, wo der Pfeil auf den Dämpfer trifft. Das noch 2 Monate lang, bis man wieder raus kann und du wirst dich wundern, was es gebracht hat.
Danke für den Tip. :youRock: Ja ich werde das die nächsten Male bestimmt so machen. Ich weiß eigentlich an welchen Baustellen ich zu arbeiten habe.