Archers Campfire
Bogenschießen => Bögen => Thema gestartet von: Cayuga am August 27, 2019, 09:14:10 Nachmittag
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Drei Fragen in die Lagerfeuerrunde
Wie ölt Ihr Eure geölten Bögen nach?
Auf was muss ich achten?
Welches Öl nehmt Ihr?
Ich habe jüngst meinen neuen Bogen (https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=3934.0) nachgeölt. Dazu habe ich, wie vom Bogenbauer empfohlen, Kunos Arbeitsplattenöl verwendet und auch versucht, nur sehr dünn aufzutragen. Wahrscheinlich habe ich zu viel aufgetragen oder es ist aktuell angesichts des schwülen Wetters eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Auf jeden Fall war das Öl nach mehr als 24 Stunden (Trocknungszeit eigentlich nur 12 Stunden bis zum nächsten Ölauftrag) immer noch klebrig (und leider hat sich auch Staub auf dem Bogen angesammelt).
Was mache ich falsch? Was kann ich tun? Wie beantwortet Ihr die drei oben gestellten Eingangsfragen?
Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten und Eure Hilfe
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Ich hab das Bogenöl von Antur Archery daheim, aber aktuell keinen Bogen, der es bräuchte. Ab Februar betrifft es mich dann wieder. Ich kenn jetzt ehrlich gesagt auch kein anderes Produkt.
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Warum ölst du einen nagelneuen Bogen?
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Mit dem Bogenbauer sprechen welches Öl er verwendet hat
Ansonsten mit feiner Stahlwolle kurz anschleifen Öl mit Lappen dünn Auftragen nach halber Stunde überschüssiges Öl mit frischem Lappen aufnehmen
Dann trocknen lassen
Gruß Merc
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Warum ölst du einen nagelneuen Bogen?
Weil der weiter geölt werden soll. Nach dem Motto once a day, once a week, once a month, once a year
Mit dem Bogenbauer sprechen welches Öl er verwendet hat
Ansonsten mit feiner Stahlwolle kurz anschleifen Öl mit Lappen dünn Auftragen nach halber Stunde überschüssiges Öl mit frischem Lappen aufnehmen
Dann trocknen lassen
Gruß Merc
Der Bogenbauer hat mir das von mir verwendete Öl mitgegeben und empfohlen.
Danke für den Tipp.
P. S. Bogenbauer habe ich auch angefunkt.
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Mit dem Bogenbauer sprechen welches Öl er verwendet hat
Ansonsten mit feiner Stahlwolle kurz anschleifen Öl mit Lappen dünn Auftragen nach halber Stunde überschüssiges Öl mit frischem Lappen aufnehmen
Dann trocknen lassen
Gruß Merc
:agree:
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Wenn es das gleiche Öl ist kann schon mal nicht viel schief gehen
Überschüssiges Öl aufnehmen ist halt wichtig sonst fängt es an zu kleben
Gruß Merc
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Für so mal zwischendurch, wenn´s schnell gehen soll, statt Öl
Holzbutter von Renuwell!
https://www.izs-shop.de/RENUWELL-Holz-Butter-250-ml-Holzbutter-lebensmittelecht?gclid=EAIaIQobChMI1_aVpvaj5AIVRFXTCh1R3w_UEAYYASABEgJZrPD_BwE
Das Zeug ist genial und nicht nur für Bögen zu verwenden!
;) ;)
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Wie ölt Ihr Eure geölten Bögen nach? 1 bis 2 mal pro Jahr
Auf was muss ich achten? Das Öl nur in dünnen Mengen auftragen. Die besten Erfahrungen habe ich gemacht wenn ich es hauchdünn mit dem Stoffballen auftrage, ähnlich wie man vor Jahren eine Ballenmattierung aufbrachte. Der Bogen saugt so das was er benötigt auf. Ich glaube du hast zu viel Oel aufgebracht.
Welches Öl nehmt Ihr?
Das weiss ich leider nicht. Ich nehme das vom meinem Bogenbauer. HJM . Dunkel und kühl im Keller gelagert
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Ich denke auch da du zu viel Öl aufgetragen und das überschüssige Öl nicht abgenommen hast. Ist mir zu Anfang bei Holzpfeilen auch passiert.
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Auf Nachfrage vor einiger Zeit bei HJM, für meinen dort gekauften Hybriden, wurde mir das Wachs empfohlen, was er auch verwendet:
https://www.amazon.de/dp/B00D2TCDH4/?coliid=I2SI1G48QP5QBL&colid=2DW16ZV3RDUB5&psc=1
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Ich bin gerade dabei, einen Holzköcher zu ölen und zwar mit einer Methode, die sich auch schon bei Pfeilen bewährt hat.
Hintergrund ist das Entsorgungsproblem öliger Lappen, wegen der Entzündungsgefahr. Ich nutze meine Finger. Das geht erstaunlich gut und man fühlt recht präzise, wann genug Öl drauf ist.
Vorteil: nichts klebt und je nach Öl trocknet die Oberfläche schnell, bei Leinöl z.B. innerhalb von 24h.
Bild: Kirsche, erste Ölung gestern Mittag. Die Oberfläche ist noch nicht ausgehärtet aber bereits grifffest.
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:yes:
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Ich würde es auch so halten: Das Öl / Wachs, was der Bogenbauer empfiehlt bzw. selbst verwendet hat.
Ansonsten ist es wohl sehr ne Glaubensfrage - und ob es aushärtend ist bzw. aushärten soll. Ich z.B. verwende bei meinen Bögen und Messergriffen -wie schon anderswo geschrieben- Neo-Ballistol. Bei einem Bogenbaukurs wurde für den gebauten Primitivbogen empfohlen, Olivenöl zu verwenden.
Bei ungeöltem Holz kann man schon mal mehr auftragen, muss es aber einziehen lassen (das kann durchaus auch mal länger als einen Tag gehen). Sollte es nicht komplett einziehen, wische den Überschuss weg.
Ich habe mir ultrafeine "Pflegelappen" gekauft. Beim erneuten Ölen verwende ich sehr wenig. Nach ein paar Versuchen bekommt man das schnell raus, wieviel verwendet werden sollte.
Ölgetränkte Lappen lagere ich der Sicherheit und Sauberkeit wegen in einem alten "Paprikaglas".
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Warum ölst du einen nagelneuen Bogen?
Weil der weiter geölt werden soll. Nach dem Motto once a day, once a week, once a month, once a year
Oh man, das ist fies, einen Bogen ölen zu müssen, den man lieber nur schießen möchte. Das hatte ich bei meinem Togiak, der Vorbesitzer war so lieb ihn nochmal zu ölen und dann bekam ich das Paket und durfte erstmal noch drei Tage nur Gucken, nicht Anfassen.
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Ich hatte hier mal was von Holzbutter gelesen. Da wir das Zeug zuhause hatten, habe ich es einfach mal auf meinen ELB gerieben.
Natürliche, holzpflegende Inhaltsstoffe...
Ich denke, was auch immer man macht ist besser als nichts. Damit das Holz nicht austrocknet und dann nur noch für ein Feuerchen reicht ;)
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OK. Ich hatte dann heute zwischendurch kurz die Chance, mit Matthias, meinem Bogenbauer, zu telefonieren. Er meinte, es gäbe schon einen Unterschied zwischen dünn und handwerkerdünn. Ich habe wohl zu viel Öl aufgetragen. Da der Bogen im Gegensatz zu Pfeilen oder unbehandeltem Holz kein Öl mehr aufnimmt, sondern Schichten bildet, darf nur ganz wenig Öl drauf. Das Öl trocknet auch nicht , sondern reagiert mit Sauerstoff und bildet eine Verbindung (Polymerisation). Wenn zuviel drauf ist, bildet sich außen eine Schicht und darunter kommt kein Sauerstoff dran, um das dortige Öl zu verfestigen. Daher wird’s klebrig.
Lösung:
Öl mechanisch wieder abnehmen (abschleifen mit feinem Vlies) und wieder dünn ölen. Ist also alles nicht schlimm. Jetzt weiß ich ja, wie es richtig geht und worauf ich achten muss.
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:yes:
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Beim Ölen gilt grundsätzlich.
Nicht zu dick auftragen und nach einigen Minuten das überschüssige Öl abwischen.
So baut man eine entsprechend ausgehärtete Schutzschicht auf.
Wer will kann den Bogen anschließen mit Wachs, (z.B. Antikwachs) pflegen, oder leicht mit entsprechender
Möbelpolitur und falls notwendig kann man immer wieder eine neue Ölschicht aufbringen.
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Wer will kann den Bogen anschließen mit Wachs, (z.B. Antikwachs) pflegen, oder leicht mit entsprechender
Möbelpolitur und falls notwendig kann man immer wieder eine neue Ölschicht aufbringen.
Das Öl auf die Wachschicht drauf? Löst sich das Wachs im Öl?
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Allzu "haltbar" ist eine Wachsschicht ja nicht und wenn dem Gefühl nach eine erneute Ölung ansteht kannst du annehmen, das sich nicht mehr viel Wachs auf dem Bogen befindet.
Und sowieso, vor dem ölen sollte man den Bogen eh gründlich abwischen.
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Erst Öl, dann Wachs eigentlich. Man kann auch direkt Hartwachsöl nehmen... prinzipiell kann man echt viele Öle verwenden und eigentlich auch kaum was falsch machen solange man sich an die Anleitung hält. Bisher stand bei mir noch auf jedem Öl drauf, dass man den Überschuss nach X Minuten, meistens iwas zwischen 10 und 30, mit einem Tuch abnehmen soll.
Logischerweise nimmt unbehandeltes Holz noch richtig viel Öl auf, da kann man viel verwenden, während eine Nachbehandlung natürlich eher in dünneren Schichten passieren sollte (weil man beim Abnehmen sonst einfach zuviel verschwendet).
Wenn der Spaß gehärtet ist, nochmal mit so 1500er Schleifvließ o.ä. drüber gehen und das ganze wird richtig schön glatt und geschmeidig.
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Für's Ölen hab ich einen Häck:
Für die Küche gibt's so Putzschwämme, die haben eine rauhe und eine glatte Seite. Die Billigen (20St. für 1E) tuns wunderbar. Davon einfach ein Stück abschneiden (Hälfte oder Viertel).
Die rauhe Seite vom Schwamm mit wenig Öl beträufeln und dann das Holz damit einreiben. Ruhig ordentlich reiben.
Wenn nicht zu viel Öl im Schwamm ist wird alles überschüssige Öl gleich wieder aufgenommen und gleichzeitig wird durch die Rauhigkeit des Schwamms die Oberfläche poliert.
Schwämmchen nachher umsichtig entsorgen - nicht dass die Mülltonne brennt.
Bitte etwas aufpassen, wenn das Holz Splitter zieht kann der Splitter durch den Schwamm durch bis in die Finger gehen, im Zweifelsfall den Schwamm auf ein Klötzchen tackern.
24 Stunden trocknen lassen und fertig.
Um die bessere Hälfte zu besänftigen werden meistens noch Holzgriffe von Messern, Küchenbrettchen u.ä. geölt (Küchenutensilien immer zuerst ;-) Und eine Flasche Leinöl (aus dem Supermarkt) ist bei uns als "geht auch für Küchenutensilien" jederzeit in Griffweite. Schmeckt super als Salatöl solange es frisch ist :-)
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Wer will kann den Bogen anschließen mit Wachs, (z.B. Antikwachs) pflegen, oder leicht mit entsprechender
Möbelpolitur und falls notwendig kann man immer wieder eine neue Ölschicht aufbringen.
Das Öl auf die Wachschicht drauf? Löst sich das Wachs im Öl?
Missverständlich ausgedrückt.entweder Wachs oder später erneut Öl.
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Vielleicht noch ein Tipp aus dermPraxis von einem der seit Jahren viele Oberflächen ölt. Neben dem dünnen Auftragen und dem überschüssigen wieder Wegnehmen empfiehlt es sich nach dem Aushärten mit einer Stoffwindel oder einem anderen Baumwolltuch (Windel ist am Besten).kräftig aufzupolieren.
Das glättet nochmal enorm und schützt den Bogen länger vor Feuchtigkeit.
Lg
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Eine Politur ist immer gut. In den ersten Wochen kannst Du das gerne auch wiederholen, bis nichts mehr klebt. Ich nehme zum glätten statt Schwamm ölgetränkte feine Stahlwolle auf dem frisch geölten Holz, um aufquellende Spane (Späne?) gleich im Prozess zu brechen. Ich bilde mir ein das glättet eher, als das es schleift. :pop:
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Wirklich sehr interessant was für tolle Techniken hier probiert werden... 😉👍