Archers Campfire

Kaufberatung / Testberichte => Pfeilkauf, Beratung und Testberichte => Thema gestartet von: von Hermannsburg am April 20, 2022, 02:15:30 Nachmittag

Titel: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: von Hermannsburg am April 20, 2022, 02:15:30 Nachmittag
Kürzlich hat BCY sein neues Sehnengarn Mercury 2 vorgestellt, die  Verwendung allerdings nur für die Armbrust bzw. CrossBows empfohlen. Bcy sieht dieses Garn als Ersatz für das inzwischen nichjt mehr angebotene Force 10 Garn an, für welches als Grundgarn die DSM Dyneema Type SK78 eingesetzt wurde.
Für Mercury 2 verwendet BCY das Grundgarn DSM Dyneema Type SK 99 ein UWHMPE Produkt mit enem Garngewicht von ca. 880 dtex und einer Filamentzahl von ebenfalls 880.  Als Bogensehnengarn kennen wir diese Variante als Mercury. Für die Produktvariante Mercury 2 werden im Hause BCY 2 Garnstränge SK99 zusammen gespult. Es ergibt sich für das Rohgarn ein Gewicht von ca. 1.760 dtex bei einer Filamentzahl von 1760. DerFestigkeitswert liegt bei 74,8 kg je Garnstrang.
Ich habe dieses neue Mercury 2 Garn mit dem gleichgewichtigen Lippmann Garn LBS SUPERB verglichen. Für die ebenfalls 1.760dtex des Grundgarnes DSM Dyneema Typ DM 20 werden hier nur 780 Filamente eingesetzt. Der Festigkeitswert je Garnstrang liegt bei 56,3 kg.
Es war also naheliegend diese beiden Garntypen zu vergleichen, was mit je einer Endlos-Bogensehne mit je 16 Strang auf meinem OR Bogen Hoyt GMX mit 30 lbs Uukha WA's SX+ erfolgte.
Das Mercury 2 Garn ist sehr kompakt, mit einer deutlich höheren Tourenzahl zusammengespult was bei der hohen Filamentzahl von 1760 nachvollziehbar ist. Zudem ist das Garn sehr stark gewachst.
Die 16 Strang Variante habe ich gewählt, weil zuvor eine Lippmann LBS SUPERB gegen eine 14 Strang Ausführung gleichen Garnes ein angenehmeres Schießgefühl sowie einen ruhigeren Bogen vermittelt hat.
Zu den von mir festgestellten Ergebnissen der beiden 16 Strang Sehnen ist festzustellen, dass die Mercury 2 einen kernigeren Eindruck, einen etwas lauteren und unruhigeren Bogen hinterlassen hat. Trefferlage war bei unveränderter Visiereinstellung gleich.
Bei der Lippmann Sehne hatte ich einen satteren Klang, einen etwas leiseren Bogen und ein angenehmeres Schießgefühl.
Nach meiner Ansicht liegt dieser Unterschied in dem deutlich höheren Festigkeitswert bei der Mercury 2 Sehne von nahezu 2.000 kg gegenüber der Lippmann Sehne von 900 kg.
Das Sehnengewicht habe ich nicht vergleichen können. Die Mercury 2 hat zwar ein leichteres spezifisches Gewicht von 0,94 G/ccm  gegenüber derLippmann Sehne von 0,97 G/ccm, der starke Wachsauftrag bei Mercury 2 dürfte den Gewichtsvorteil aber aufgehoben haben.
Leider sorgt diese Einzelergebnis noch nicht für ein allgemein gültiges Urteil. Ich bemühe mich aber noch um weitere Bogenschützen, die weitere Tests vornehmen können.
Allerdings hat Guido aktuell von einem ähnlichen Test berichtet, in dem eine flämisch gespleißte Sehne verglichen zwischen Mercury 2 und einem Hybridgarn (leider wurde der Name von ihm nicht genannt) gegenüber gestellt wurde.
Gruß
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: Stringwistler am April 20, 2022, 03:08:44 Nachmittag
Prima von Hermannsburg,

hier der Link zu meinem ersten Eindruck des Material Vergleichs.
Die erwähnte Hybridsehne hab ich da bei mir aus BCY 452X und Brownell Fast Flight+ zu gleichen Strängen gemischt.

https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=120.msg143095#msg143095

Für meinen Stegmeyer Takedown Hybrid werde ich die Tage dann noch eine Vergleichssehne zwirnen und das Ergebnis hier anhängen wenn das Von Hermannsburg recht ist? ;)
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: Landbub am April 20, 2022, 05:36:41 Nachmittag
Warum testet man ein Crossbow Garn auf einem Recurve? Also was wäre ein optimales Ergebnis gewesen? Oder eine hilfreiche Erkenntnis? Die Frage ist durchaus erst gemeint, weil der gemeine Sehnenbauer käme wohl kaum auf die Idee, selbiges zu tun.
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: Stringwistler am April 20, 2022, 05:59:15 Nachmittag
Warum testet man ein Crossbow Garn auf einem Recurve? Also was wäre ein optimales Ergebnis gewesen? Oder eine hilfreiche Erkenntnis? Die Frage ist durchaus erst gemeint, weil der gemeine Sehnenbauer käme wohl kaum auf die Idee, selbiges zu tun.

Weil man es kann Landbub, ;)

das BCY Force 10 wird auch als Armbrustgarn verkauft und hat vorher Dynaflight 10 geheißen und war mit der exakt gleichen Stärke, Gewicht und Zusammensetzung, das selbe Garn unter  neuen Namen...so laut Ray von BCY.
Also was liegt dann nahe es genauso auf traditionellen Bögen zu testen.
Das D10/ Force 10 hat ja auch schon sehr viele Anhänger unter den kurzen Hybridbogenschützen wie den Shrew oder Sparrow vom Unger gefunden. ::)
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: von Hermannsburg am April 20, 2022, 06:35:41 Nachmittag
Warum testet man ein Crossbow Garn auf einem Recurve? Also was wäre ein optimales Ergebnis gewesen? Oder eine hilfreiche Erkenntnis? Die Frage ist durchaus erst gemeint, weil der gemeine Sehnenbauer käme wohl kaum auf die Idee, selbiges zu tun.
Landbub,
zu Deiner Frage auch meine ernst gemeinten Antworten:
1) Die Empfehlung als CrossBow Garn kommt von BCY und nicht von erfahrenen Bogenschützen. Die BCY Aussage muß man vor dem  Hintergrund der BCY-Produkt-Segmentierung sehen.
2) Mein  wesentlicher Grund ist, dass das Lippmann Garn DSM Type DM 20 das einzige Bogensehnen-Garn mit einem Garngewicht von 1.760dtex ist, deshalb auf meiner Seite der Ansporn, dieses Garn als Endlos-Bogensehne gegen das gleich dicke bzw. gleichgewichtitige Mercury 2 zu testen. Auf die garntechnischen Unterschiede habe ich hingewiesen.
3) Ich weiß nicht, wer für Dich ein gemeiner Sehnenbauer ist.
Gruß
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: von Hermannsburg am April 20, 2022, 06:39:34 Nachmittag
Prima von Hermannsburg,

hier der Link zu meinem ersten Eindruck des Material Vergleichs.
Die erwähnte Hybridsehne hab ich da bei mir aus BCY 452X und Brownell Fast Flight+ zu gleichen Strängen gemischt.

https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=120.msg143095#msg143095

Für meinen Stegmeyer Takedown Hybrid werde ich die Tage dann noch eine Vergleichssehne zwirnen und das Ergebnis hier anhängen wenn das Von Hermannsburg recht ist? ;)
Guido,
warum nennst Du denn das Vergleichsgarn nicht beim Namen und hältst damit hinterm Berge?
Natürlich ist es mir recht, wenn Du über weitere Ergebnisse berichtest.
Gruß
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: Uller am April 20, 2022, 06:58:00 Nachmittag
Sorry , von Hermannsburg ,

Wenn ich jetzt schon am Anfang des interessanten Themas ot gehe...

Ich habe Mercury auf meinem Alu Carbon BHR

Fury auf meinem TRB

FF+ auf Prim und Langbogen

D10 auf dem Kurzen

Mein großer Wunsch wäre, dass  ich die gleichen Bendel auch in 10 Jahren  noch in selbiger Qualität  bekomme...

Warum wird bei Sehnengarnen , die sicher nur einen geringen Marktanteil haben im Garnwirrwar, nicht mal auf Konstanze gesetzt  ???...
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: Absinth am April 20, 2022, 07:14:44 Nachmittag
Prima von Hermannsburg,

hier der Link zu meinem ersten Eindruck des Material Vergleichs.
Die erwähnte Hybridsehne hab ich da bei mir aus BCY 452X und Brownell Fast Flight+ zu gleichen Strängen gemischt.

https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=120.msg143095#msg143095

Für meinen Stegmeyer Takedown Hybrid werde ich die Tage dann noch eine Vergleichssehne zwirnen und das Ergebnis hier anhängen wenn das Von Hermannsburg recht ist? ;)
Guido,
warum nennst Du denn das Vergleichsgarn nicht beim Namen und hältst damit hinterm Berge?
...

Walter, das hat der liebe Guido doch gemacht  O:-)
(er hält nicht den Berg davor..., du hast es doch gar zitiert, guck mal das Blaue...).

Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: Stringwistler am April 20, 2022, 07:46:35 Nachmittag
Prima von Hermannsburg,

hier der Link zu meinem ersten Eindruck des Material Vergleichs.
Die erwähnte Hybridsehne hab ich da bei mir aus BCY 452X und Brownell Fast Flight+ zu gleichen Strängen gemischt.

https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=120.msg143095#msg143095

Für meinen Stegmeyer Takedown Hybrid werde ich die Tage dann noch eine Vergleichssehne zwirnen und das Ergebnis hier anhängen wenn das Von Hermannsburg recht ist? ;)
Guido,
warum nennst Du denn das Vergleichsgarn nicht beim Namen und hältst damit hinterm Berge?
Natürlich ist es mir recht, wenn Du über weitere Ergebnisse berichtest.
Gruß

Hab ich doch...schau mal oben....
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: von Hermannsburg am April 20, 2022, 08:10:43 Nachmittag
Prima von Hermannsburg,

hier der Link zu meinem ersten Eindruck des Material Vergleichs.
Die erwähnte Hybridsehne hab ich da bei mir aus BCY 452X und Brownell Fast Flight+ zu gleichen Strängen gemischt.

https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=120.msg143095#msg143095

Für meinen Stegmeyer Takedown Hybrid werde ich die Tage dann noch eine Vergleichssehne zwirnen und das Ergebnis hier anhängen wenn das Von Hermannsburg recht ist? ;)
Guido,
warum nennst Du denn das Vergleichsgarn nicht beim Namen und hältst damit hinterm Berge?
...

Walter, das hat der liebe Guido doch gemacht  O:-)
(er hält nicht den Berg davor..., du hast es doch gar zitiert, guck mal das Blaue...).
Jörg, das hat Guido leider nicht.
Schau bitte nach in"Sehnen vom Stringwistler, Antwort #300
Gruß
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: von Hermannsburg am April 20, 2022, 08:12:47 Nachmittag
Prima von Hermannsburg,

hier der Link zu meinem ersten Eindruck des Material Vergleichs.
Die erwähnte Hybridsehne hab ich da bei mir aus BCY 452X und Brownell Fast Flight+ zu gleichen Strängen gemischt.

https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=120.msg143095#msg143095

Für meinen Stegmeyer Takedown Hybrid werde ich die Tage dann noch eine Vergleichssehne zwirnen und das Ergebnis hier anhängen wenn das Von Hermannsburg recht ist? ;)
Guido,
warum nennst Du denn das Vergleichsgarn nicht beim Namen und hältst damit hinterm Berge?
Natürlich ist es mir recht, wenn Du über weitere Ergebnisse berichtest.
Gruß

Hab ich doch...schau mal oben....
Guido, willst Du mich veräppeln?
Schau Dir mal im Thema "Sehnen vom Stringwistler" Deine Antwort # 300 an!!!
Gruß
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: Absinth am April 20, 2022, 09:06:47 Nachmittag
@von Hermannsburg: Walter, keiner will dich hier veräppeln... Ich habe nachgeschlagen und Antwort #300 im betreffenden Thread gelesen, für mich ist der Sachverhalt eindeutig. Da es aber wohl so nicht ist wie ich es hier lese und verstanden habe - ich es aber gern verstehen möchte - bitte ich um deinen Hinweis, wo hier die Diskrepanz besteht.!?

@All: Es kann mir bitte auch gern jemand anderes die hiesige Diskrepanz erläutern bzw. aufklären.

Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: aquadrat am April 21, 2022, 08:31:27 Vormittag
...
Mein großer Wunsch wäre, dass  ich die gleichen Bendel auch in 10 Jahren  noch in selbiger Qualität  bekomme...

Warum wird bei Sehnengarnen , die sicher nur einen geringen Marktanteil haben im Garnwirrwar, nicht mal auf Konstanze gesetzt  ???...

Geht mir ähnlich, da kann man aber schon hin kommen wenn man nicht jeden Trend mit macht sondern bei dem bleibt was es schon seit gefühlten Ewigkeiten gibt, z.B. 652 Spectra, 8125, und ich denke das 452X ist auch schon seit ein paar Jahren auf dem Markt. Die werden so schnell nicht verschwinden. Ein, zwei Spulen davon ins Regal gestellt und du hast ausgesorgt bis zum Lebensende. Und wer wirklich so gut schießt dass er immer das neueste und "beste" braucht, der hat auch alle 2 Jahre einen neuen Bogen und die Konstanze ist ihm wurscht.

LG, A.
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: Stringwistler am April 21, 2022, 08:43:57 Vormittag
https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=120.300#msg143170

So da ich es leider nicht mehr in den #300 Beitrag einfügen kann, hab ich es unten angehängt. 😄
Steht da echt ned, aber irgendwo hab ich es geschrieben. Außerdem weiß jeder, der bei mir schon mal ne Sehne bestellt hat, aus was ich die Hybridsehne gemacht hab, steht nämlich im Formular.  ;)
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: von Hermannsburg am April 21, 2022, 09:29:12 Vormittag
Sorry , von Hermannsburg ,

Wenn ich jetzt schon am Anfang des interessanten Themas ot gehe...

Ich habe Mercury auf meinem Alu Carbon BHR

Fury auf meinem TRB

FF+ auf Prim und Langbogen

D10 auf dem Kurzen

Mein großer Wunsch wäre, dass  ich die gleichen Bendel auch in 10 Jahren  noch in selbiger Qualität  bekomme...

Warum wird bei Sehnengarnen , die sicher nur einen geringen Marktanteil haben im Garnwirrwar, nicht mal auf Konstanze gesetzt  ???...
Uller,
gute Frage! Aber warum verwendest Du denn selbst soviel verschiedene Bogensehnengarne und welche Gründe gibt es dafür?
Für die Sortimentsentwicklungen der Bogensehnengarn-Konfektionäre  gibt es mehrere Erklärungen:
1) Eine Ursache für das "Überangebot" an Sehnengarnen liegt in der seit Mitte der 90er Jahre bestehenden Wettbewerbssituation zwischen Brownell  und BCY. Jede für den technischen Bereich entwickellte neue DSM Dyneema Garntype fand sich zeitversetzt in den Bogensehnengarnsortimenten der beiden Anbieter aus den USA wieder, ohne das Sinn machte oder nicht.
2) Die daraus entstandene zum Kauf animierende Produktbeschreibung der beiden Anbieter wurde dankbar vom Bogenfachhandel aufgenommen und an die "Sehnenverbraucher" glaubhaft weitervermittelt.
3) Die "Sehnenverbraucher" haben sich aber andererseits  zu dem Thema Bogensehnengarne - anders als zu anderen Bogenkomponenten - keine allzu großen Gedanken über dieses Verschleißteil gemacht.
4) Der oder die Bogenschütze/in kann  sich  über die Bogsensehnengarne nur einen Überblick verschaffen, wenn man sich nach den für diese Sehnengarne verwendeten Grundgarnen richtet. Diese Informationen gibt es - mit Ausnahme von BCY - als Produktbeschreibung  der Anbieter und im Bogenfachhandel nicht.
5) Der einzige Sehnengarnkonfektionär, der seit Jahren eine  1-Produkt-Strategie fährt, ist die Firma Lippmann, Hamburg.
6) Wie bei Pfeilen und anderen Bogenkomponenten muß man allerdings eine gewisse und notwendige Weiterentwicklung der Produkte sehen. Das schließt eben auch die Bogensehne als solche ein, und auf einer Zeitschiene von 10 Jahren können da durchaus Veränderungen passieren. Beispiel aus dem Sektor Pfeile: Als Easton den Navigator vorstellte, über einen langen Zeitraum mit Erfolg verkaufte, ihn dann aber auslaufen ließ, gab es dafür sicherlich Gründe, die uns als Bogenschützen mehr oder weniger unbekannt blieben.
Gruß
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: madil am April 23, 2022, 05:53:25 Nachmittag
Heute kam eine Mercury 2  12 Strang für meinen Timberpoint Icarus von Guido gebaut.
😃😁🤩👍 Die ersten 40 Pfeile bewusst ohne Silencer im Garten geschossen. Leichtes Pflop, mininimales Brummen 👍. Dann Sehnenrest Silencer drauf: pflop macht’s und die Sehne steht still. Nicht lauter als die Whisperstring aber weniger Nachschwingen was der Icarus eigentlich gerne macht.
Vielen Dank Guido 😁🍻
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: Stringwistler am April 23, 2022, 07:58:10 Nachmittag
Das freut mich madil, daß die Mercury 2 genau deine Erwartungen erfüllt.
Das mit dem weniger Nachschwingen kann ich bei einem anderen Bogen auch bestätigen... :GoodJob:
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: Stringwistler am Juli 10, 2022, 08:07:14 Vormittag
Und hier noch die Verlinkung zu meinem BCY Mercury und Mercury2 Test.

https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=120.315#msg147244
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: von Hermannsburg am Juli 10, 2022, 09:27:06 Vormittag
Und hier noch die Verlinkung zu meinem BCY Mercury und Mercury2 Test.

https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=120.315#msg147244
Guido,
vielen Dank für die Werte aus Deinen Testversuchen der Bogensehnengarne Mercury und Mercury 2. als flämisch gespleißte Wicklung.Aus diesen  Ergebnissen lassen sich deutliche Resultate ablesen. Als erstes die Vergleichswerte zu einer Hyybridsehne.
Mir ist allerdings nicht klar geworden, was ein Vergleich Mercury zu Mercury 2 bringen soll. Hier geht man vom gleichen Grundgarn aus, bei Mercury 2 sind zwei Garnstränge zusammengespult und um das gleiche Sehnengewicht zu erreichen, muß man bei Mercury die doppelte Strangzahl gegenüber Mercury 2 nehmen.
Interessanter sind die Versuche, die von meiner Seite mit Hilfe von Kollegenschützen mit Endlos Sehnen vorgenommen wurden, die auf gleichgewichtige Grundgarne zurückgehen. So zum Beispiel mit dem  Lippmann Garn LBS SUPERB mit 1.760 dtex, 780 Filamenten pro Strang und einem spezifischen  Gewicht von 0,97 (Density g/ccm). Der Festigkeitswert pro Garnstrang  liegt bei 56 kg. Bei Mercury 2 ergeben sich folgende Vergelichswerte : Grundgarn 2x880 dtex = 1.760 dtex mit 1.760 Filamenten, einem  spezifischen Gewicht  von 0,94 ( Density g/ccm). Der Festikeitswert pro Garnstrang liegt bei 75 kg.
Getestet wurden  je eine 16 Strang Sehne LBS SUPERB, Mercury 2 und eine Mixtursehne bestehend aus 8 Strang Mercury 2 und 8 Strang LBS SUPERB.
Bei der 16 Strang LBS SUPERB verhielt sich der Bogen am ruhigsten. Die Mercury 2 Sehne reagierte härter (aufgrund des hohen Festigkeitswertes) und mußte mit einer etwas höheren Standhöhe geschossen werden. Bei der Mixtursehne legen die Empfindungen erwartungsgemäß  zwischen diesen beiden Sehnen.
Mein Facit: Die Mercury 2 Sehne kann man durchaus - entgegen der Empfehlung von BCY - auch auf einem Recurvebogen schießen, für alle die, die eine härtere Reaktion des Bogens lieben. Allerdings sollte dann auch die Standhöhe etwas höher gewählt werden.
Für mich persönlich ist die härtere Reaktion des Bogens nicht vorteilhaft. Ich werde bei der LBS SUPERB SEhne bleiben, weil der Bogen  weicher reagiert.
Trotzdem bleibt die Mixtursehne eine gute Alternative, die ich noch einmal bei hohen Außentemperaturen testen werde. Da hatte bislang die LBS SUPERB gegenüber allen anderen Bogensehnengarnen aufgund ihrere besonderen molekularen Struktur immer ihre Vorteile.
Ein Gewichtsvorteil hatte die Mercury 2 SEhne gegenüber der Lippmann SEhne trotz ihres geringeren spezifischen Gewichtes nicht. Ein relativ starker PU-Farbauftrag und hoher Wachsanteil glichen den theroretisch  rechnerischen Gewichtsvorteil wieder aus.
Gruß
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: Stringwistler am Juli 10, 2022, 10:21:53 Vormittag
Deshalb habe ich ja extra die gleichen Grundgarne vom BCY Mercury mit dem doppelt so dicken Garn BCY Mercury 2 verglichen.
12 Strang Mercury 2 und
24 Strang Mercury sind beide gleich schwer, gleich dick und gleich schnell.
Und trotzdem schießen sich beide flämisch gespleißten Sehnen mit gleichen Fleece Silencern, gleicher Mittenwicklung, gleichen Pfeilen etwas unterschiedlich zumindest vom Geräusch her.
Das Mercury 2 kommt mir einen ticken lauter und gläserner vor und vibriert minimal mehr nach, zumindest auf meinem Drake Scarlet 54"-42lb.@30", SH 7¼“. Hab deshalb unmittelbar 2x die Sehne gewechselt.

an was mag das liegen?

Das normale Mercury das ja nur halb so dünn wie das Mercury 2 ist, zeigt diese Eigenschaften erst wenn man unter 20 Strang Sehnen geht.
Das wiederum zeigt mir wieder deutlich, daß eine Empfehlung der Strangzahlen der Hersteller wirklich Sinn macht und 2-4 Fäden mehr, bringen unheimliche  Performance Vorteile, aber nur minimalste Geschwindigkeitsverluste, die ohne Chrony sowieso niemand merkt.
Leider setzen halt heute viel zu viel Schützen nur alles aufs Geräusch einer Sehne und viel zu oft wird halt lauteres Abschussgeräusch mit mehr Geschwindigkeit verwechselt. Nur das Chrony sagt da die Wahrheit. 😄 👍🏻

Ich setze auf jeden Fall mal den Versuch fort und werde mir jetzt noch ein richtiges Seil knüpfen, denn irgendwann muß doch auch mal die Geschwindigkeit darunter leiden und den Pfeil langsamer werden lassen. 😌👏🏻

Was haltet ihr von einer 30 Strang BCY Mercury Sehne? 😄

Fortsetzung folgt....

Vielleicht sollte auch mal einer der Mods den ganzen Testbericht hier verschieben?
Unter *Pfeilkauf, Beratung, Testberichte*... findet man das doch eher nicht, oder von Hermannsburg?

*Zubehör, Beratung, Testberichte*... wäre da doch um einiges richtiger.
Oder gleich einen neuen Faden öffnen mit
Sehnenmaterial/ Testberichte....

Das sollte uns doch eigentlich eine Sehne als wichtigstes Teil am Bogen... wert sein, oder? 😄👌🏻

Was meint ihr dazu?
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: von Hermannsburg am Juli 10, 2022, 11:00:21 Vormittag
Deshalb habe ich ja extra die gleichen Grundgarne vom BCY Mercury mit dem doppelt so dicken Garn BCY Mercury 2 verglichen.
12 Strang Mercury 2 und
24 Strang Mercury sind beide gleich schwer, gleich dick und gleich schnell.
Und trotzdem schießen sich beide flämisch gespleißten Sehnen mit gleichen Fleece Silencern, gleicher Mittenwicklung, gleichen Pfeilen etwas unterschiedlich zumindest vom Geräusch her.
Das Mercury 2 kommt mir einen ticken lauter und gläserner vor und vibriert minimal mehr nach, zumindest auf meinem Drake Scarlet 54"-42lb.@30", SH 7¼“. Hab deshalb unmittelbar 2x die Sehne gewechselt.


an was mag das liegen?
Guido, dassliegt daran, dass hier bei dem Garnkonfektionär zwei Garnstränge Mercury zu einem Garnstrang Mercury 2 zusammengespult wurden. In diesem Garnstrangverbund mit höherer Tourenzahl gedreht, hat dieses Garn als Bogensehne eine etwas andere Strukturdehnung und reagiert etwas härter. Richtige Erkenntnis daraus wäre gewesen, bei diesem garn die Standhöhe etwas zu erhöhen.
[/size]

Das normale Mercury das ja nur halb so dünn wie das Mercury 2 ist, zeigt diese Eigenschaften erst wenn man unter 20 Strang Sehnen geht.

Guido, Dein Begriff für dieses Garn " dünn wie ein Fliegenschiss " ist für alle Sehnengarn interessierten Bogenschützen fachlich überaus  hilfreich. Wie kann ein erfahrener Sehnenwickler nur einen solch naiven Vergleich anstellen.

Das wiederum zeigt mir wieder deutlich, daß eine Empfehlung der Strangzahlen der Hersteller wirklich Sinn macht und 2-4 Fäden mehr, bringen unheimliche  Performance Vorteile, aber nur minimalste Geschwindigkeitsverluste, die ohne Chrony sowieso niemand merkt.

Guido, hast Du jemals die Strangzahlempfehlungen der Garnkonfektionäre BCY, BrownellCompanie, Lippmann etc. infrage gestellt?

Leider setzen halt heute viel zu viel Schützen nur alles aufs Geräusch einer Sehne und viel zu oft wird halt lauteres Abschussgeräusch mit mehr Geschwindigkeit
verwechselt. Nur das Chrony sagt da die Wahrheit. 😄 👍🏻

Guido,  ein lautes Abschussgeräusch in Verbindung mit einem unruhigen Bogen zeigt auf, dass dieser Bogen mit einer zu geringen Standhöhe geschossen wird. Das bedeutet in Bezug auf die Arbeitsweise einer Bogensehne, dass der Pfeil, bevor er sich löst,  länger an der Sehne bleibt und eine etwas höhere Restgeschwindigkeit der Sehne beim Durchschwingen mitnimmt. Allerdings zeigt dann dieses Sehnengeräusch auch auf, dass sich der Bogen absolut "unwohl" fühlt und nach einer Korrektur verlangt.

Ich setze auf jeden Fall mal den Versuch fort und werde mir jetzt noch ein richtiges Seil knüpfen, denn irgendwann muß doch auch mal die Geschwindigkeit darunter leiden und den Pfeil langsamer werden lassen. 😌👏🏻

Was haltet ihr von einer 30 Strang BCY Mercury Sehne? 😄

Guido, natürlich weisst Du, dass  sich eine 30 Strang Mercury Sehne gegenünber Deinen Mercury Versuchen im Sehnengewicht verändert und damit auch die Pfeil-Geschwindigkeit verringert. Egal ob Du eine flämisch gespleißte oder endlos SEhne nimmst. Das Ergenis kannst Du Dir schon vor dem Wickeln an Deinen 5 Fingern ablesen.

Fortsetzung folgt....

Vielleicht sollte auch mal einer der Mods den ganzen Testbericht hier verschieben?
Unter *Pfeilkauf, Beratung, Testberichte*... findet man das doch eher nicht, oder von Hermannsburg?

*Zubehör, Beratung, Testberichte*... wäre da doch um einiges richtiger.
Oder gleich einen neuen Faden öffnen mit
Sehnenmaterial/ Testberichte....

Das sollte uns doch eigentlich eine Sehne als wichtigstes Teil am Bogen... wert sein, oder? 😄👌🏻

Was meint ihr dazu?


Gruß
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: Stringwistler am Juli 10, 2022, 06:45:22 Nachmittag
Deshalb habe ich ja extra die gleichen Grundgarne vom BCY Mercury mit dem doppelt so dicken Garn BCY Mercury 2 verglichen.
12 Strang Mercury 2 und
24 Strang Mercury sind beide gleich schwer, gleich dick und gleich schnell.
Und trotzdem schießen sich beide flämisch gespleißten Sehnen mit gleichen Fleece Silencern, gleicher Mittenwicklung, gleichen Pfeilen etwas unterschiedlich zumindest vom Geräusch her.
Das Mercury 2 kommt mir einen ticken lauter und gläserner vor und vibriert minimal mehr nach, zumindest auf meinem Drake Scarlet 54"-42lb.@30", SH 7¼“. Hab deshalb unmittelbar 2x die Sehne gewechselt.


an was mag das liegen?
Guido, dassliegt daran, dass hier bei dem Garnkonfektionär zwei Garnstränge Mercury zu einem Garnstrang Mercury 2 zusammengespult wurden. In diesem Garnstrangverbund mit höherer Tourenzahl gedreht, hat dieses Garn als Bogensehne eine etwas andere Strukturdehnung und reagiert etwas härter. Richtige Erkenntnis daraus wäre gewesen, bei diesem garn die Standhöhe etwas zu erhöhen.
[/size]

Das normale Mercury das ja nur halb so dünn wie das Mercury 2 ist, zeigt diese Eigenschaften erst wenn man unter 20 Strang Sehnen geht.

Guido, Dein Begriff für dieses Garn " dünn wie ein Fliegenschiss " ist für alle Sehnengarn interessierten Bogenschützen fachlich überaus  hilfreich. Wie kann ein erfahrener Sehnenwickler nur einen solch naiven Vergleich anstellen.
nimm doch nicht immer alles so Bierernst Walter.....mach doch auch mal ein Späßchen, das Leben ist doch manchmal schon ernst genug.... :beer:

Das wiederum zeigt mir wieder deutlich, daß eine Empfehlung der Strangzahlen der Hersteller wirklich Sinn macht und 2-4 Fäden mehr, bringen unheimliche  Performance Vorteile, aber nur minimalste Geschwindigkeitsverluste, die ohne Chrony sowieso niemand merkt.

Guido, hast Du jemals die Strangzahlempfehlungen der Garnkonfektionäre BCY, BrownellCompanie, Lippmann etc. infrage gestellt?
niemals.....aber wohl sehr viel andere Bogenschützen.

Leider setzen halt heute viel zu viel Schützen nur alles aufs Geräusch einer Sehne und viel zu oft wird halt lauteres Abschussgeräusch mit mehr Geschwindigkeit
verwechselt. Nur das Chrony sagt da die Wahrheit. 😄 👍🏻

Guido,  ein lautes Abschussgeräusch in Verbindung mit einem unruhigen Bogen zeigt auf, dass dieser Bogen mit einer zu geringen Standhöhe geschossen wird. Das bedeutet in Bezug auf die Arbeitsweise einer Bogensehne, dass der Pfeil, bevor er sich löst,  länger an der Sehne bleibt und eine etwas höhere Restgeschwindigkeit der Sehne beim Durchschwingen mitnimmt. Allerdings zeigt dann dieses Sehnengeräusch auch auf, dass sich der Bogen absolut "unwohl" fühlt und nach einer Korrektur verlangt.
soso... du kennst dich also mit kurzen und knackigen Hybriden aus? Meinst ich habe nicht als erstes an der Standhöhe gedreht?
Macht aber keinerlei Unterschied und verhält sich total anders als z.B. ein ILF Recurve, glaub mir. ;)

Ich setze auf jeden Fall mal den Versuch fort und werde mir jetzt noch ein richtiges Seil knüpfen, denn irgendwann muß doch auch mal die Geschwindigkeit darunter leiden und den Pfeil langsamer werden lassen. 😌👏🏻

Was haltet ihr von einer 30 Strang BCY Mercury Sehne? 😄

Guido, natürlich weisst Du, dass  sich eine 30 Strang Mercury Sehne gegenünber Deinen Mercury Versuchen im Sehnengewicht verändert und damit auch die Pfeil-Geschwindigkeit verringert. Egal ob Du eine flämisch gespleißte oder endlos SEhne nimmst. Das Ergenis kannst Du Dir schon vor dem Wickeln an Deinen 5 Fingern ablesen.
und was meinen deine 5 Finger was dann die gleichen Pfeile langsamer werden? Da bin ich mal gespannt... :youRock:

Fortsetzung folgt....

Vielleicht sollte auch mal einer der Mods den ganzen Testbericht hier verschieben?
Unter *Pfeilkauf, Beratung, Testberichte*... findet man das doch eher nicht, oder von Hermannsburg?

*Zubehör, Beratung, Testberichte*... wäre da doch um einiges richtiger.
Oder gleich einen neuen Faden öffnen mit
Sehnenmaterial/ Testberichte....

Das sollte uns doch eigentlich eine Sehne als wichtigstes Teil am Bogen... wert sein, oder? 😄👌🏻

Was meint ihr dazu?


Gruß

Gruß zurück....
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: Tachinger am September 05, 2022, 09:32:14 Vormittag
Zitat von: Stringwistler link


Was haltet ihr von einer 30 Strang BCY Mercury Sehne? 😄

Fortsetzung folgt....
Ist zwar schon ein ticken her der Beitrag, aber:

28 strang flämisch hab ich schon gebaut . Ruhiger, verzeihender, leiser... Aber nicht langsamer. Eher noch etwas flotter als meine 18 strang. Und noch nicht wirklich ein richtiges Seil. Da denk mal lieber in richtung 40 strang
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: Stringwistler am September 05, 2022, 10:53:07 Vormittag
Zitat von: Stringwistler link


Was haltet ihr von einer 30 Strang BCY Mercury Sehne? 😄

Fortsetzung folgt....
Ist zwar schon ein ticken her der Beitrag, aber:

28 strang flämisch hab ich schon gebaut . Ruhiger, verzeihender, leiser... Aber nicht langsamer. Eher noch etwas flotter als meine 18 strang. Und noch nicht wirklich ein richtiges Seil. Da denk mal lieber in richtung 40 strang
:klasse:und du meinst sicherlich auch das Mercury....denn der Thread hier handelt ja vom Mercury2 das locker 3x so dick ist wie das Mercury.
Beim Mercury bin ich jetzt auch bei 26-30 Strang angelangt.
Beim Mercury2 eher bei 12-14 Strang...da sind dann beide Sehnen in etwa gleich dick.... ;)
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: von Hermannsburg am September 05, 2022, 11:29:54 Vormittag
Zitat von: Stringwistler link


Was haltet ihr von einer 30 Strang BCY Mercury Sehne? 😄

Fortsetzung folgt....
Ist zwar schon ein ticken her der Beitrag, aber:

28 strang flämisch hab ich schon gebaut . Ruhiger, verzeihender, leiser... Aber nicht langsamer. Eher noch etwas flotter als meine 18 strang. Und noch nicht wirklich ein richtiges Seil. Da denk mal lieber in richtung 40 strang
Oh ja, da liegt sicherlich eine Verwechslung vor, denn Mercury2  ( Garntiter 1760 dtex) ist nicht gleich Mercury (Garntiter 880 dtex). Beide Garntiter beziehen sich auf das Grundgarn SK99. Auch bei dem fertigen Bogen-SEhnengarn sind die Gewichtsunterschiede groß, Mercury 2 gleich ca. 2100 dtex, Mercury ca. 1065 dtex.
Ich selbst habe einen Test in endlos Sehnen mit Lippmann LBS SUPERB und Mercury 2 von BCY gemacht. Beide haben das gleiche Garngewicht im Grundgarn von 1.760 dtex. Obwohl BCY Mercury 2 nur für die Verwendung bei der Armbrust vorsieht, habe ich diesen Test mit jeweils 16 Strang Sehnen gemacht. Die Resultate waren unterschiedlich und ließen sich an den beiden Garnwerten (jeweils bezogen auf das Grundgarn) beim E-Modul (Mercury 2  GPA 155 /Lippmann GPA 94) und beim Festigkeitswert je Garnstrang Bogensehne  erklären (Mercury 2  ca. 74,8 kg - Lippmann ca. 56,3 kg).
Der Bogen blieb bei der Lippmann SEhne ruhig beim Abschuss und leise nach dem Lösen des Pfeiles. Bei Mercury 2 reagierte der Bogen unruhiger und lauter nach dem der Pfeil die SEhne verlassen hatte. Hinzu kam noch, dass die Pfeile bei der Mercury 2  im Trefferbild einen Versatz nach rechts hatten, was bedeutet, dass der Pfeil zu weich reagierte oder anderherum, die Mercury 2 Sehne etwas mehr Energie auf den Pfeil übertrug.
Im Trefferbild lagen die Pfeile mit beiden Sehnen inder Hochlage etwa gleich. Das bestätigte, dass die Mercury 2 Sehne aufgrund des geringeren spezifischen Gewichtes im Endeffekt kein Gewichtsvorteil hatte, da dieser durch den hohen PU-Farbauftrag und den hohen Wachsanteil verloeren ging. Gegenüber dem Lippmann Garn war und ist das BCY Mercury 2 Garn richtig "speckig".
Mein Resultat: Man kann das Mercury 2 Garn als endlos Sehne auf einem Recurve schießen, mir ist der Bogen gegenüber der Lippmann Sehne dabei zu unruhig und zu laut. Bei Mercury 2 dominiert das in der Molekularstruktur gegenüber dem Lippmann Garn deutlich festere Garn die Wurfarme, während bei dem Lippmann Garn offensichtlich das Kräfteverhältnis/die Festigkeit/derWiderstand zwischen Wurfarm und Sehnengarn ausgewogener ist.
Gruß
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: Tachinger am September 05, 2022, 12:54:25 Nachmittag
Jupp, Mercury "eins" war gemeint als Antwort auf stringwhistlers halb scherzhafte 30-strang Mercury (auch ohne die 2) - sehne :-). Ich denke dort war ebenfalls die sehr dünne erste Version gemeint 😁
Titel: Re: Sehnentest mit BCY Mercury 2
Beitrag von: Stringwistler am September 05, 2022, 01:10:34 Nachmittag
Jupp, Mercury "eins" war gemeint als Antwort auf stringwhistlers halb scherzhafte 30-strang Mercury (auch ohne die 2) - sehne :-). Ich denke dort war ebenfalls die sehr dünne erste Version gemeint 😁

Ja, war es.... :Achtung: