Archers Campfire

Respekt für verschiede Schießstile fehlt anscheinend teilweise


Online Landbub

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Ich hab immer noch nicht verstanden warum es suboptimal ist den Bogen schräg zu halten und bis heute auch noch nicht verinnerlicht warum ich in den Landeskader sollte oder Leistungsport machen mach muss ..

hast du falsch herum aufgefasst. Mit Leuten, die diesen Weg gehen, da hast als Coach die Arbeit. Mit Tradis, die keinerlei Interesse oder diesbezügliche Ambitionen haben, hast als Coach KEINE Mehrarbeit. Die laufen halt - wenn die das wollen - im Training mit und nehmen das auf, was für die relevant ist.
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Systemschützen aufgepasst! Alles, was du zur Entfernungsermittlung für 3D und Feldbogen wissen musst: https://youtu.be/QUpVRrSvkwg


Offline roscho

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Ich verstehe immer noch nicht.
Warum hab ich als Coach da MEHR Arbeit ?
Weil ich die überzeugen muss das sie es falsch machen und mehr Arbeit habe sie um zu schulen ?
Das doch nur wenn ich ein rein olympisches Schießen will …
Als Trainer der auch traditionelles Schießen versteht kann ich doch auch diesen Stil verbessern ….

Ich -persönlich- sehe das wirklich als unterschiedliche Stilarten des Bogenschiessens, ein „Guter“ Trainer kann alle Stile verbessern weil er weiß auf was es bei jedem Stil ankommt

Und wenn ich als Trainer einen Stil nicht kenne, dann muss ich auch dazu stehen das ich dazu nichts sagen kann.

Nur meinen Stil als richtig gelten zu lassen halte ich für schlechten „Stil“ …

Aber wie schon geschrieben: ich kenne das auch und mich hat es dazu gebracht meinen Tradi Trainerschein zu machen …;)

Jetzt zurück zu  :pop:
Bogenschiessen ist einfach, aber nicht leicht ;)

"Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk,
und der rationale Verstand ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen,
die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat."

* Albert Einstein


Offline Waldgeist

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" Und wenn ich als Trainer einen Stil nicht kenne, dann muss ich auch dazu stehen das ich dazu nichts sagen kann. "

Und das ist nicht nur eine Frage des RESPEKTs sondern der EHRLICHKEIT und AUFRICHTIGKEIT !!!
„Jeder Mensch kann irren, nur Dummköpfe verharren im Irrtum!“
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Offline dragonfly_tom

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Ob man selbst nur einen bestimmten Stil schießt oder tatsächlich mehrere, ist eines..
Aber wir beschleunigen alle unsere Pfeile und freuen uns wenn man trifft.
Man muss andere Stile nicht mögen aber man kann sie respektieren.

Ich bin beispielsweise komplett auf TRB bzw BHR gepolt.  BBR, Olympisch oder sogar Compound sind nicht meins. Sowohl Zielsystem als auch Visier sind nicht meines, weil es eben eine gänzlich andere Schießerei ist. Trotzdem ist es auch interessant, sich mit dem ganzen mal auseinanderzusetzen und die „anderen“ stile verstehen zu lernen. So kann man die Leistungen der fremden Klassen auch besser würdigen.

Es gibt immer ein für und wider . Und man kann von allem etwas für sich mitnehmen .

Gerade Trainer sollten da mehr Verständnis für die Bandbreite des Sports aufbringen. Es gibt nicht DIE ultimative Stilart, sondern eine Vielfalt in der jeder SEINEN Part finden kann.
Hypothetisch gesprochen: Ein überzeugter BBR-Trainer, der einen überzeugten Tradi zu BBR überreden will und dabei das traditionelle schlecht redet, hat den Sinn und die Möglichkeiten des Sports nicht verstanden.
 :bow:
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Offline aged younger

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Man muss andere Stile nicht mögen aber man kann sie respektieren.

ich gehe noch einen Schritt weiter:

"...man kann sie respektieren....", muss es aber nicht!

(tolerieren würde schon ausreichen und den Respekt - den man gegenüber der Person an sich generell entgegen bringen sollte - bereits ausdrücken)


Offline OddBow

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Offline Rose🌹

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Muss man nach einer einzelnen Erfahrung zur Verallgemeinerung übergehen und im Forum das Popcorn aufbrauchen?

Ein Bashing, wie im beschriebenen Fall geht gar nicht, aber es gab oder gibt genug Varianten der Entgegnung. Eine davon findet auf dem Parcours oder vor der Scheibe statt.
Für mich wäre die Mutigste vor der Scheibe.

Abschließend bekenne ich mich als absoluter Feigling.
Ich schiesse nur allein, oder mit Gleichgesinnten. Bin in keinem Verein und am liebsten beim Roven im Wald.
So halte ich die Schnittmenge mit den "Anderen" sehr gering.

Beruflich und Charakterlich ist das für mich der Weg.

Respekt für meinen Stil, egal. Ist mir nicht wichtig.
Ich fühle mich damit pudelwohl.
Der Erfolg einen Schützen aus seinem Pudewohl zu holen und zu einer besseren Technik zu bekehren steht noch aus.
Ich hab es wirklich nach dem Kurs bei AA 6 Monate versucht. Gescheitert, zwar viel über mich gelernt, aber bin beim Pudel geblieben.
Auch weil der Pudel keinen Druck erzeugt, er passt zu mir und hat sich mit mir entwickelt, und tut es auch weiterhin.

Außerdem haart er nicht und riecht kaum. Sorry  ;)



🌹


Online BärTiger

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Offline puschel

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  • ...es könnte schlimmer sein :)
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Ich verstehe immer noch nicht.
Warum hab ich als Coach da MEHR Arbeit ?
Weil ich die überzeugen muss das sie es falsch machen und mehr Arbeit habe sie um zu schulen ?
Das doch nur wenn ich ein rein olympisches Schießen will …
Als Trainer der auch traditionelles Schießen versteht kann ich doch auch diesen Stil verbessern ….

Hi, ich nehme mal dein Zitat von den verschiedenen zur "Mehrarbeit"
Die Antwort dazu steckt auch schon im Zitat: Als Trainer der auch traditionelles Schießen versteht kann ich doch auch diesen Stil verbessern"
Ja, genau :)
Das setzt vorraus, dass du dich damit beschäftigt hast, dass du überlegt hast, welche Elemente man anwenden kann, welche man besser weglässt. Du hast dir überlegt, wie du das in dein Training integrieren kannst oder ob du es mit dem Schützen individuell ausarbeitest. Das ist definitiv mehr Arbeit, als wenn ich auf alles nur den klassischen Ansatz draufpacke.

Der andere Punkt (Landbub) ist auch eine Frage, die die Antwort schon drinhat:
Wenn der Schütze kommt und fragt, dann will er trainieren und besser werden.
Wenn ich den Schützen ansprechen muss, nur weil er/sie schüchtern ist - dann ist alles gut.
Wenn ich einen Schützen anspreche und Gegenfragen wie oben bekomme, na ja - er MUSS definitiv nicht ;) - ich kann diesen anderen Ansatz tolerieren.
Was ich aber definitiv nicht toleriere ist ein seitliches Reinquatschen in mein Konzept, dass es auch anders geht, denn das wäre respektlos gegenüber mir als Trainer. Aber ich denke, dass wir das hier nicht haben und das wäre auch ein anderes Thema.

Ich persönlich finde es unheimlich interessant, bei Turnieren die verschiedenen Ansätze anzuschauen. Sei es als Suchspiel für meine Tochter (Was fällt dir bei dem Schützen auf) oder als Lehrbeispiel für klassische Lehrbuchtechnik. Ich kann gar nicht alles aufzählen, was mir diese Beobachtungen und Diskussionen schon an Tipps und Ansätzen gebracht haben. Sei es Material, Abstimmung, Technik, Mental, allg Herangehen,... Es gibt kaum zwei Schützen, die da gleich sind.
Wenn ich versuche mir das Beste aus diesen Dingen für mich herauszuziehen, dann ist es absolut wertvoll und ich kann meinem Diskussionspartner sehr viel Respekt entgegenbringen. Selbst wenn ich seinen Ansatz für mich nicht umsetzen kann, kann ich seinen Ansatz tolerieren.
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Offline dark2star

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Mir ist genau das Gegenteil passiert... Beim Schnuppertraining in einem Club, der ausschließlich Oly-Recurve schießt gab es eine sehr ausführliche Einführung (super, aber in dem Moment zu viel auf Einmal). Beim Schießen habe ich gemerkt dass ich mit dem Anker an Kinn-und Nasenspitze nicht klar komme und meinen Kopf mit der Sehne "zurück ziehe"... Als der Trainer meinte, ich würde den Bogen falsch greifen habe ich gemeint dass ich erst mal gerade stehen muss bevor ich mir über den Klammer-Griff am Bogen Gedanken mache... Er hat sich echt Mühe gegeben, aber in dem Fall hat etwas Grundlegendes nicht gepasst und wir haben beide nicht gewusst was.

Beim Probetraining im anderen Club ging es viel lockerer zu, mein Ankerpunkt wurde gleich weit in Richtung Ohr korrigiert. Plötzlich stehe ich gerade... Es hieß auch: "hier sind sowohl Breitensport als auch Turnier-Sport vertreten und alle Bogen-arten sowie Stile" - das ist eine nette Truppe, die sehr aufgeschlossen ist. Ich bin sehr froh drum!

Kürzlich hat mir einer der "Erfahrenen" einen Tipp zur Haltung des Bogens gegeben. "Bei einem Bogen mit Pfeilauflage ist es nicht üblich, den Bogen schräg zu halten." Hab's ausprobiert und habe festgestellt dass ich den Bogen leicht neige weil ich mir sonst die Brille von der Nase schieße. Hab ihm das im nächsten Training gesagt, auch um zu zeigen dass ich mich über Hinweise freue. Ich kann etwas lernen wenn ich Tipps gegenüber offen bin, aber nicht alles funktioniert für mich.

Dabei ist mir auch klar, dass ich nach ein paar Monaten Vieles noch nicht richtig mache und immer wieder Korrekturen an meiner Technik vornehmen werde...

Frei nach dem Motto: "falsch ist nur was zu Verletzungen führt"...

Sicher, wenn ich nach einem bestimmten Regelwerk Sport treibe muss ich mich an die Regeln halten. Das kann bis hin zu Kleidervorschriften für die Unterwäsche gehen (Tanzsport!). Aber wenn ich den Sport *für mich* betreibe dann muss ich in erster Linie auf die Gesundheit (Biomechanik) achten.

Deshalb verstehe ich die Frustration im Original-Post sehr gut. Vielleicht lässt sich ja im Club eine Gruppe "freier Stil" einrichten, in der die nicht-System-Bogensportler sind, die sich bewusst davon abgrenzen als "das ist falsch" angesprochen werden zu wollen? Bei uns gibt es eine (völlig informelle) "Turniergruppe"... Ich finde es in meinem Club sehr angenehm dass auf die jeweiligen Interessen eingegangen wird. Selbst wenn das Interesse lautet "heute will ich mich auf X konzentrieren, sonst auf nix". Ich gebe mir Mühe, Anderen gegenüber genauso offen zu sein.