Archers Campfire

Spiderbows Condor - Qualität versus Preis


Offline Izaak Thorn

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Hallo, ich würde Sie gerne nach Ihrer Meinung zu Spiderbows-Bögen fragen. Konkret meine ich das Modell Condor / Condor Trinity. Ist das Preis-Leistungs-Verhältnis hier gut? Der Preis zeigt, dass es sich um ein Premium-Regal handelt. Wie wäre es mit der Qualität? Sind diese Bögen ihren Preis wert? Mit freundlichen Grüße


Offline Waldgeist

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Moin Izaak,
erst einmal ein herzliches willkommen hier im Forum am wärmenden Feuerchen ...
Wenn Du mal eine Position zu dem von Dir anvisierten Bogen lesen möchtest, dann folge einfach mal diesem Link:

https://www.archers-campfire.rocks/index.php?topic=10712.msg161763#msg161763

Die Frage nach der Angemessenheit des Preises vers. Qualität ist nur von Dir selber zu beantworten. Hast Du den Bogen denn schon mal in der Hand gehabt und getestet?

„Jeder Mensch kann irren, nur Dummköpfe verharren im Irrtum!“
Cicero


Offline Kreta

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  • Friede und ein langes Leben
Also ich würde dir raten, wenn es geht, die Mittelteile probezuschiessen. Ich habe meinen Condor CV Edition auch erst nach überzeugendem Probeschiessen gekauft. Mir liegt er sehr gut und das Preisverhältnis war für mich okay. Ilf Aufnahme ist mit Sicherheit eine der Besten am Markt. Die Verarbeitung war gut. Die Mittelteile sind schwer aber sehr gut ausgewogen.

Aber dir muss er liegen. Deswegen 🎯  :bow: Probieren statt studieren.

Lg



Offline lakeshooter

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  • Das Leben ist zu kurz für nur einen Bogen!!
Ich habe gestern einen Condor Trinity geliefert bekommen und möchte ein wenig was zum Bogen sagen (was natürlich nur Ersteindrücke sind).

Der Condor Trinity ist mein erster Spiderbows und ich muss sagen, die Verarbeitung ist echt sauber. Alle Übergänge sind sehr passend und auch die Sehnenkerben sind sauber ausgearbeitet. Keine Kanten oder raue Stellen, wie man sie ja auch leider bei manch anderem hochpreisigen Bogen schon gefunden hat.

Optisch war mir klar, dass ein Schichtholzbogen für mich nicht an die Optik eines Echtholzbogens rankommen kann, aber der Trinity ist ein Schichtholzbogen, der auch optisch recht ansprechend ist (ich habe die Variante vorne und hinten schwarzes Holz und in der Mitte SaRaiFo-Palisander).
Ich habe mich bewusst für diese Variante entschieden, da hierbei ein lästiges und mich störendes Abkleben des Bogenfensters bei offiziellen Turnieren eigentlich kein Thema sein sollte, da man von hinten nur auf das schwarze Holz schaut.
Das Schwarzglas auf dem Wurfarmbauch finde ich ein wenig schade, da hätte ich eine Carbonoptik als deutlich stylischer empfunden (so wie auf dem Wurfarmrücken). Alles in allem dennoch ein stimmiges Gesamtbild.

Die Wurfarme bei meinem Trinity sind die neuen Standardwurfarme beim Condor, also die CVX-Wurfarme, die eine überarbeitete Version der "alten" CV-Wurfarme ist.
Die Wurfarme passen sauber zum Griffstück (habe die TD-Variante), die Größe und Form des Griffstücks passt für mich sehr gut.
Das Gewicht des Trinity ist leichter als das Gewicht des "normalen" Condors.
Für mich, der kein Hanteltraining mit dem Bogen machen möchte, mit ca. 1,35kg sehr gut ausgewogen und genau meine bevorzugte Gewichtsklasse bei Recurves.

Die Länge von 64" bei einen Recurve ist für mich etwas ungewohnt, das finde ich nach wie vor etwas unhandlich, aber da kann man sich denke ich dran gewöhnen. Zwar ist der Condor nur 2" länger als mein Timberghost oder mein BobLee, aber die beiden wirken aufgrund der deutlich extremeren Recurves kürzer.

Den Auszug empfinde ich (sicherlich auch aufgrund seiner Länge) als sehr geleichmäßig und weich. Der kürzeste Condor (64") ist somit für meine 28" Auszug absolut ausreichend. Länger sollte es denke ich auch nicht sein bei meinem Auszug.

Das Zusammenschrauben ging flott von der Hand, die Wurfarme sitzen schön satt auf den Wurfarmstiften und der Bogen ist bei der angegebenen Standhöhe auch von Anbeginn wirklich leise. Das Bogenfenster ist über Center geschnitten, was das Tuning der Pfeile erleichtert.
Bei 40lbs habe ich mich nach den ersten Schüssen im Moment für 700er Pfeile (Skylon Instec) entschieden. Das Mindestpfeilgewicht von 7gpp ist eingehalten und die Pfeile verlassen den Bogen auch ordentlich flott.
 
Das genaue Abstimmen der Pfeile und ob die 700er auch auf längere Distanz passen, wird der erste Parcoursbesuch dann zeigen müssen.

Am ehesten Vergleichen vom Schuss her würde ich ihn mit meinem ehemaligen Falkenholz Goshawk01. Der ist vom Schussgefühl in Sachen Auszug und ruhigem "Ausspuken" der Pfeile immer noch einer meiner absoluten Präferenzen, an die auch kein späterer Falkenholz mehr rankam. Und das will doch etwas heißen, wenn der Trinity auf Anhieb mit einem meiner Primus vergleichbar ist.

Probeschießen sollte man ihn ggf. wirklich mal vorher. Vor dem Condor hatte ich einen Hawk bestellt gehabt, der aber ungeschossen aufgrund eines für mich absolut unpassenden Griffs direkt zurück ging. Das ging bei mir gar nicht. Der Condor passt mir da viel besser (nicht vergleichbar mit dem Vortex, aber echt gut).

Für mich ist der Preis des Condor Trinity absolut gerechtfertigt, da er ja auch nicht in der absoluten Oberklasse preislich spielt, sondern eher so im oberen Mittelfeld. Für sein Geld bekommt man da schon einiges geboten, meiner Meinung nach.
« Letzte Änderung: März 04, 2025, 12:04:29 Nachmittag von lakeshooter »
Neue Bögen brauchts (eigentlich (n)immer) am See!!!

*Lammervanger TD incoming*

Bogenregal:
Border Covert Hunter, Timberghost G3SS, BobLee HardCore Cobra Curve SL, A&H Spitfire, A&H ACS CX, Stalker Vortex LB+RC