Archers Campfire

An die Target Panic Experten


Nofretete

  • Gast
So pauschal ist das bestimmt nicht richtig. Manche Leute schießen zeitlebens mit Handschuh und sind glücklich damit.

Andererseits wird man im olympischen Bereich überhaupt keine Handschuhe sehen, ich glaube da wird ausnahmslos mit Tab geschossen.


Offline Landbub

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Die Leute haben es vielleicht nie mit Tab probiert, weil nicht traditionell genug oder sind daran gescheitert, weils ihnen niemand gezeigt hat?

Ausserdem schrieb ich nicht von "unglücklich" oder "glücklich", sondern von Vorteilen und Nachteilen.
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Online Flotschi

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Die Leute haben es vielleicht nie mit Tab probiert, weil nicht traditionell genug oder sind daran gescheitert, weils ihnen niemand gezeigt hat?

Ausserdem schrieb ich nicht von "unglücklich" oder "glücklich", sondern von Vorteilen und Nachteilen.

Für mich war der Umstieg aufs Tab ein absoluter Gamechanger. Ich war sofort konstanter. Ich weiß auch nicht was es da viel zu zeigen gibt weil es ändert sich am Schussablauf ja eigentlich nichts. Ich denke bei vielen wird einfach der Handschuh bevorzugt weil sie sich damit sicherer fühlen.


Nofretete

  • Gast
@landbub
Mein Post war eher eine Antwort auf die Aussage "mit Tab schießt man bessere Scores", nicht auf deinen Text bezogen, sorry.

Ich hätte die Aussage zitieren sollen, dann wäre es klar gewesen. Aber das Zitieren hier ist mit dem Smartphone leider Schwerstarbeit....mit Handschuh ebenso wie mit Tab und ohne.
 :bremse:
« Letzte Änderung: Februar 18, 2025, 03:57:41 Nachmittag von Nofretete »


Offline Long John

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Dann wurde es den Leuten aber nicht richtig gezeigt oder das Tab wurde nicht auf den Schützen abgestimmt. Denn es hat ausschließlich Vorteile, v.a. was die Gewichtsverteilung auf die Finger angeht. Drum ist ein dickes Leder viel besser als dünnes oder die Gurtband-Tabs. Man braucht halt noch viel länger um damit zurecht zu kommen, mit einem Gurtband gehts recht flott. Drum empfehle ich auch niemanden das Zniper Tab. Das Leder ist zu dünn.

Auch wenn das hier OT ist, mich würde das schon interessieren.
Landbub, kannst Du das bitte erläutern, auch was der Grund dafür ist, dass dickeres Leder besser ist, und wie sich das auswirkt?

Ich habe am WE ein neues, deutlich dünneres Tab ausprobiert und mich über die dauerhafte Linksabweichung meiner Schüsse gewundert (bin RH-Schütze), die ich sonst so nie hatte. Als ich dann wieder das dickere Tab nahm, war die Abweichung weg.
TRB: Blumhofer X Master XTX 68", Falkenholz Peregrine ILF 69"
Langbogen: DerBow Verus 68"
Hybrid: Falco Saga 68"
Olympic Recurve: Hoyt Prodigy XT 72"
Quotenzwerg: Bodnik Custom Hawk 62"


Nofretete

  • Gast
Etwas ähnliches beobachte ich bei meinem neuen Spaßbogen, der so wenig Zuggewicht hat, dass ich ihn manchmal auch ohne Fingerschutz schieße. Mit Tab habe ich diese Abweichungen (immer links!) nicht.
Obwohl ich mir einbilde, ohne Tab das bestmögliche Gefühl für die Sehne und das Release zu haben, scheint mit weniger Gefühl (mit Tab) ein sauberer Ablass zu passieren.


Offline Absinth

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  • Einer trage des anderen Last...
...
Obwohl ich mir einbilde, ohne Tab das bestmögliche Gefühl für die Sehne und das Release zu haben, scheint mit weniger Gefühl (mit Tab) ein sauberer Ablass zu passieren.

Und genau da liegt der Hase im Pfeffer... Die Druckverteilung der Finger, ohne Tab, auf die Sehne ist wesentlich filigraner und demzufolge auch die Auswirkung auf den Pfeilflug, der Fingerschutz = Tab "kaschiert" in dem Fall.

Dies gilt ebenso bei der Verwendung von dickem vs. dünnem Leder am Tab.

 


Offline Landbub

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Landbub, kannst Du das bitte erläutern, auch was der Grund dafür ist, dass dickeres Leder besser ist, und wie sich das auswirkt?

Es unterstützt den sauberen Ablass. Das ist ein wenig ein paradox. So wie ein tiefer Haken, also im oder gar hinter dem vordersten Gelek einen sauberen Ablass liefert als die Sehne auf den "Beeren" zu haben, obwohl es sich gefühlt genau andersrum anfühlt, ist das mit dickerem Leder auch, vor allem bei 3under mit nicht-geschlitztem Leder.
Meine Erklärung dafür ist, dass man mit dünnem Leder oder mit Handschuh annähernd perfekt lösen muss und das bei jedem Schuss gleich, weil es einen direkten Einfluss auf die Sehne hat. Hat man ein dickes Leder, so kompensiert dieses leichte Lösefehler besser, weil es eben selbst einen weitgehend immer gleichen Einfluss auf die Druckverteilung hat, d.h., der Einfluss anderer (kleinerer) Lösefehler wird reduziert.
Beim dickeren Leder ist es aber umso wichtiger, dass es passen kurz geschnitten ist. Niemals zu lang! Besser fühlt man die Sehne beim Release ein wenig an den Fingerspitzen, als dass da ein paar mm Cordovan der Sehnen einen undefinierten Schubs mitgeben.
« Letzte Änderung: Februar 18, 2025, 09:37:07 Nachmittag von Landbub »
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