Archers Campfire

Pfeilflug bei unterschiedlichen Spinewerten


Online BSCausBKK

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Da ich mit meinen Pfeilen nicht zufrieden war habe ich in den letzten Tagen mein Setup geändert
Dazu neu einen sehr sehr tiefen Haken
Und das Zuggewicht geändert, um 4 Umdrehungen der Tillerschrauben, also alle Schrauben fast maximal raus
Vorher hatte ich 29adF, jetzt müssten es ca. 27lbs sein
Dann mehrere Tage lang mit unterschiedlichen Spitzen experimentiert

Was rausgekommen ist sind 2 Sätze Pfeile die vollkommen identisch fliegen
Ich schiesse immer 6er Passen mit einer Sorte, direkt danach auf ein anderes Ziel die andere Sorte
Die Gruppierung jeweils ist voll in Ordnung (auf 18m), auch wenn ich nicht ins Gold halten kann sondern ca. 5-10cm links und 10-15cm drunter
Jagdbogen halt, RH
Pfeile Skylon Radius, volle Länge, identische Vanes, beide 430grn

Jetzt endlich die Frage:
Warum landet der 400er Spine mit 100grn Spitze horizontal mit der identischen Seitenabweichung wie der 500er mit 140grn Spitze?
Bei jeweils 100 geschossenen Pfeilen gibt es keine messbaren Unterschiede
Eigentlich müsste der 400er doch DEUTLICH weiter links landen
Gibts dafür eine nachvollziehbare Erklärung?

Wenn ich keine Schiessfehler mache und für meine Verhältisse perfekt löse landen die Pfeile ca. 5cm rechts und 10cm über X, damit kann ich leben, Gruppierung ca.60er Gold plus ab und zu ein widerlicher Ausreisser

Bei dem 500er Spine habe ich mit 100, 120, 140er Spitzen vorher getestet, kaum messbare Seitenabweichung aber 5cm Höhenunterschied pro 20grn Spitze und die 140er landen am sympathischsten




Nofretete

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Ja, es gibt eine Erklärung: die Pfeile sind befiedert.
Rohschäfte würden sich vermutlich völlig anders verhalten, Federn kaschieren viel und bringen oft sogar völlig unpassende Schäfte zum Geradeausfliegen.


Online BSCausBKK

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Ja, es gibt eine Erklärung: die Pfeile sind befiedert.
Rohschäfte würden sich vermutlich völlig anders verhalten, Federn kaschieren viel und bringen oft sogar völlig unpassende Schäfte zum Geradeausfliegen.

Es sind ja jetzt wirklich sehr kleine Vanes. nicht das was man sonst Indoor schiesst
Und beide Skylon Radius verhalten sich effektiv gleich?
Mit grösseren Vanes gehts weiter auf die weiche Seite
Eigentlich möchte ich ja noch etwas weiter auf die harte Seite nach links

Und die Pfeile sollen dann beim Turnier ja im Gold landen, also müssen auch Vanes drauf
Jetzt schiesse ich einfach auf eine Markierung und freue mich über schöne Gruppierungen
In knapp 2 Wochen ist mein Saisonhöhepunkt, dann muss es funktionieren

NP passt
Standhöhe ist im Rahmen von dem was Uukha angibt und fühlt sich gut an
Leise ist der Bogen auch
Tiller ist auf knapp über Null
Also die äusseren Umstände sollten stimmen

Was Rohschäfte jetzt sagen würden ist eigentlich egal, ein Zielpunkt womöglich neben der Scheibe taugt mir nicht, da kann ich nicht mit umgehen


Nofretete

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Wenn ich dich richtig verstehe, stimmst du keine Pfeile per Rohschafttest ab? Dann beklage dich auch nicht, wenn Befiederte nicht dorthin fliegen wo sie sollten.

Die Größe der Vanes hat mit der Stabilisierung nicht so furchtbar viel zu tun. Winzige 1,6" EP Vanes stabilisieren nahezu genauso effektiv wie 4" Naturfedern.


Offline cweg

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Du änderst so viele Faktoren auf einmal, schießt 400/500er mit 27# OTF und willst sagen, dass du zwei perfekte Satz Pfeile hast?

….finde den Fehler!

Du hast gut getroffen, weil du gut im Flow warst und dich über deine guten Ergebnisse gefreut hast, lass mal Wind, Regen, Turnierstress dazu kommen und dein „Traumsetup“ fliegt dir um die Ohren. Da gebe ich dir Brief und Siegel drauf!

P.s. Eine große Feder macht den Pfeil langsamer und somit härter.


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Du änderst so viele Faktoren auf einmal, schießt 400/500er mit 27# OTF und willst sagen, dass du zwei perfekte Satz Pfeile hast?

….finde den Fehler!

Du hast gut getroffen, weil du gut im Flow warst und dich über deine guten Ergebnisse gefreut hast, lass mal Wind, Regen, Turnierstress dazu kommen und dein „Traumsetup“ fliegt dir um die Ohren. Da gebe ich dir Brief und Siegel drauf!

P.s. Eine große Feder macht den Pfeil langsamer und somit härter.

Ich hatte in dieser Wintersaison bisher 21 Turnierstarts, Jagdbogen noch ungeschlagen, als Blankbogen wegen eigenem Unvermögen nicht immer.
Anfangs 500er mit 230grn Spitze
Später 500er mit 200grn
Diese Setups haben immerhin für Runden mit 276 bei 18/60 und 262 bei 18/40 gereicht, damit bin ich mehr als zufrieden
Aber die Schwankungsbreite war mir zu hoch, oft war die 4. Turnierrunde am Wettkampftag die beste!

Jetzt nachdem ich vor 1 Woche die Tillerschrauben um 4 Umdrehungen rausgedreht und die Fingerhaltung stark modifiziert habe sind es 500er mit 140grn
Und die landen jetzt dichter am Zielpunkt als je zuvor und die Abweichungen während der 60 Pfeile scheinen geringer zu sein als bisher, also bin ich wohl auf dem richtigen Weg
Zumindest jetzt Indoor, ob ich das Outdoor auf 50m in den Griff bekomme kann ich noch nicht beurteilen, letztes Jahr hat es ausser bei der DM gut geklappt.

Das mit den grossen Federn habe ich auch gelesen, aber bei identischen Schäften und Spitzen und Nocken war es genau umgekehrt und die deutlich grösseren Vanes sind bei sehr weich gelandet.
Das versteh ich halt nicht


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Wenn ich dich richtig verstehe, stimmst du keine Pfeile per Rohschafttest ab? Dann beklage dich auch nicht, wenn Befiederte nicht dorthin fliegen wo sie sollten.

Die Größe der Vanes hat mit der Stabilisierung nicht so furchtbar viel zu tun. Winzige 1,6" EP Vanes stabilisieren nahezu genauso effektiv wie 4" Naturfedern.

Da ich nur 1 Ankerpunkt habe und mit Finger im Auge nicht zielen kann brauche ich ein Pfeilgewicht dass die Dinger möglichst nahe an die Höhe des Gold`s bringt
Das benötigte Pfeilgewicht sind jetzt mit dem eingestellten Zuggewicht bei 18m 435grn
Die Super Rest funktioniert perfekt nur mit ID 4.2er Pfeilen sobald die schwer werden
Pfeile ab 600er Spine sind zu weich da ich 170grn Spitzen bräuchte (die gibts nicht)
Also 500er + 140grn, Gewicht stimmt, fliegen fast geradeaus
Und der Test mit 400 + 100grn ergibt warum auch immer ein identisches Flugerlebnis
Hauptsache der NP passt, und das geht auch ohne RST

Outdoor muss ich im April Pfeile bis 850er Spine einstellen, also wird nach dem Vorjahresschema mit unterschiedlichen Spitzen so lange ausgeschossen bis alle Pfeile geradeaus fliegen
Und dann halt ausprobiert was am besten von der Höhe des Zielpunktes passt
Letztes Jahr waren die 50m mehr als bescheiden, der Rest hat funktioniert
Ich hoffe das ich dieses Jahr so viel besser schiesse dass ich auch die 50m auf die Reihe bekomme

Bei 40+50m schiesse ich die allerkleinsten Vanes die es gibt


heini

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Das finde ich wirklich äussert bemerkenswert wenn man von 27 - 29 lbs ausgeht....
Wär doch toll wenn Du uns über Deine Turniererfolge auf dem Laufenden halten würdest.
Vor Allem auch über Dein Material-Setup
Was dazuzulernen schadet ja nie.


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Das finde ich wirklich äussert bemerkenswert wenn man von 27 - 29 lbs ausgeht....
Wär doch toll wenn Du uns über Deine Turniererfolge auf dem Laufenden halten würdest.
Vor Allem auch über Dein Material-Setup
Was dazuzulernen schadet ja nie.

Es sind jetzt im Winter leider keine Testturniere mehr sondern nur noch die DM (DBSV)
Also keine Zeit zum testen unter Stress
Und ab Morgen bis zum Ende wegen Kälte nur noch in der Garage trainieren

Da die Medaillen dieses Jahr schöner sind als sonst üblich hätte ich auch sehr gerne davon eine
Die Qualileistung hat gepasst
Aber rüberbringen muss ich es irgendwie
Die anderen können ja schliesslich auch treffen, und das schon Jahre länger als ich


Offline Landbub

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Auf 18m kannst dir den RST tatsächlich schenken. Das Leitwerk lässt die Pfeile gerade fliegen und der Verlust durch Drag spielt da keine Rolle. Markiere die Pfeile, mach Gruppentuning und schmeiss die raus, die nicht so gut gruppieren. Da hast in einer V6 Sortierung meistens einen drin.

geh auf 30m oder 40m, wo du halt nen Bierdeckel noch gut triffst. Und schau da, wie der RS fliegt. So bekommst Erkenntnisse.
Solange es aber keine Turniere gibt, wo man Pfeile ohne Federn schießen muss, haben perfelt per RST abgestimmte Pfeile weniger Vorteile gegenüber solchen, die mehr oder weniger gut passen, als man denkt.
Abonniert bitte https://www.youtube.com/@ArcheryGirls
Das motiviert meine Jugendgruppe ganz enorm, hier weitere Videos zu produzieren.

Systemschützen aufgepasst! Alles, was du zur Entfernungsermittlung für 3D und Feldbogen wissen musst: https://youtu.be/QUpVRrSvkwg


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Verlust durch Drag

geh auf 30m oder 40m, wo du halt nen Bierdeckel noch gut triffst

Was ist Drag?
heisst das, dass der Spine bei kurzen Distanzen kaum eine Rolle spielt?

und mit dem Holzbogen auf 40m, auch wenn das meine Spezialentfernung ist wenns läuft, das muss schon ein verdammt grosser Bierdeckel sein!


Offline Flotschi

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Verlust durch Drag

geh auf 30m oder 40m, wo du halt nen Bierdeckel noch gut triffst

Was ist Drag?
heisst das, dass der Spine bei kurzen Distanzen kaum eine Rolle spielt?


Drag ist der Luftwiderstand. Ich bin da zwar komplett außerhalb meiner Liga wenn es um das exakte Pfeiltuning geht aber auf kurze Distanz kommt man halt mit fast jedem Setup halbwegs durch.

und mit dem Holzbogen auf 40m, auch wenn das meine Spezialentfernung ist wenns läuft, das muss schon ein verdammt grosser Bierdeckel sein!


Offline Landbub

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Verlust durch Drag

geh auf 30m oder 40m, wo du halt nen Bierdeckel noch gut triffst

Was ist Drag?
heisst das, dass der Spine bei kurzen Distanzen kaum eine Rolle spielt?

und mit dem Holzbogen auf 40m, auch wenn das meine Spezialentfernung ist wenns läuft, das muss schon ein verdammt grosser Bierdeckel sein!

Mit Drag versteht man den Geschwindigkeitsverlust des Pfeils verursacht durch das schräg-aus-dem-Bogen-kommen mit dem daras folgenden Ausrichten des Pfeils durch das Leitwerk. Die dabei aufgewendete Kraft geht 1:1 von der Geschwindigkeit ab.
Es gibt durchaus exakte Berechnungen unter Berücksichtigung der Strömungslehre, wo man genau Modelle hat, wie sich das auf den Pfeilflug auswirkt.

"Kaum eine Rolle spielen" ist etwas ungenau. Aber es ist so, dass durch die kurze Distanz und die meist eher großen Federn es nicht so wichtig ist, ob der RS jetzt genau in der Gruppe steckt oder ne Handbreit daneben. Für Draussen-Distnanzen würde ich das nicht behaupten wollen. Natürlich muss das in vernüftigen Grenzen sein. Schlägt ein Schaft durch die Biegung am Mittelteil an, richten das auch keine großen Federn mehr.
Aber ein Beispiel: Mit 36# OTF schieße ich 500, 600 und 700er mit 100gn Spitze in der Halle ähnliche Ringzahlen von 500 bis 520 ungefähr.


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Offline el-bandi

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Ok, also als Neuling im Bogensport verstehe ich hier ein paar Aussagen gar nicht.

Sollte man mit ein bisschen Erfahrung nicht auch eine Bogenwaage besitzen?  Vor allem als Turnierschütze?  Dann muss man nicht schätzen, wie viel Zuggewicht man auf den Fingern hat.

Und sind Pfeile mit 500er Spine bei 29 Pfund nicht viel zu steif? Und bei noch weniger adF dann auf 400er Spine?

Ist es nicht auch wichtig, ob über Shelf oder über Pfeilauflage und mit Button geschossen wird? Weil die Info kann ich in der Frage nicht finden.



Nofretete

  • Gast
Hi, dass du einige Dinge hier nicht verstehst, hat nichts damit zu tun, dass du Anfänger bist. Ich bin seit mehr als 20 Jahren dabei und es geht mir ganz genauso.
 :)
Mit sehr hohem Spitzengewicht und sehr langen Schäften lassen sich wahrscheinlich auch 500er so tunen, dass sie mit 30 Pfund geschossen werden können. Wer's mag...
Ich schieße ähnliche Zuggewichte und lande je nach Bogen bei Spinewerten von 800 bis 1000.

Eine Bogenwaage muss man nicht zwingend besitzen. Man schießt seine Schäfte üblicherweise praktisch aus, an der Scheibe. Gemessene Werte sind da nicht so relevant.